Exponential (2): Zuerst eine Kultur prägen!

Um es gleich offen zu sagen: Es bringt wenig, nur eine neue Idee vorzustellen. Oder mit einer Vision Leute eine Zeit zu begeistern. Auch bewegende Berichte von anderen Leuten zu hören ist keine Dauerlösung. Wenn wir den Ausbildungs- u. Multiplikationsgedanken von EXPONENTIAL in unsere Gruppen und Gemeinden einpflanzen wollen, weil unsere Gemeinden und Gruppen ihre von Gott gedachte Dynamik entfalten und zu einer relevante Bewegung für unserer Zeit werden sollen, dann brauchen wir eine Kulturveränderung!

Wir brauchen eine Gemeindekultur, die …

… Jüngerschaft kontinuierlich fördert und alles, was eine Gemeinde anbietet, zu relevanten Angeboten und Diensten formt (relevant für Gott und Menschen!). Die inspirierende und kraftvolle Gottesdienste will! Die ermutigt, Werte prägt, als Gegenkultur (Counterculture – John Stott verwendet den Begriff in seiner Auslegung der Bergpredigt) lebt, Salz und Licht in der Welt ist … Das brauchen wir nicht nur „zwei Wochen im Jahr“ bei besonderen Aktionen. Das brauchen wir im Alltag unserer Kirchen. Oder? Wir brauchen Gemeinden, die anders denken, anders beten, anders glauben, anders leben …, wenn wir andere Entwicklungen wollen. Nämlich die, die im Neuen Testament beschrieben und verheißen sind. Dass wir Christen – bei aller Schwäche, Versagen, Unfähigkeit … – wegen dem, was Jesus getan hat, dann doch leidenschaftlich mitten in dieser Welt leben. Das wir tatsächlich eine andere Kultur in unseren Gemeinden haben (Römer 12,2)!

Kein „Wunschtraum“

Solche Gemeinden gibt es. Und es gab sie schon immer. Auch heute! Immer mehr. Immer häufiger. Auch in Europa. Auch in Deutschland. Gemeinden, die Jesus ehren, zum Glauben rufen, den Armen dienen, relevant in ihrer Kultur sind, Jünger Jesu hervorbringen, Lebensfreude ausstrahlen, Gott in dieser Welt widerspiegeln … Wenn wir auch auf so einen Weg als Kirchen kommen wollen, dann brauchen wir einen Kulturwandel. Das ist ein Anliegen von Exponential.

Wir müssen die Kultur verändern!

Wir haben uns oft damit abgefunden, dass sich Menschen in unseren Gemeinden wenig verändern, nur ein kleiner Teil der Gemeinde den großen Teil des Gemeindelebens trägt, nur wenige Leute zum Glauben finden, selten neue Gemeinden durch bestehende Gemeinden gegründet werden, Menschen ihre Karrierepläne ändern, sich berufen lassen, von dem Fernseher, Internet, den Spielekonsolen aufstehen und ein anderes Leben leben. Die gute Nachricht: Wir brauchen uns nicht damit abzufinden.

Die anfängliche Rolle des Leiters bei Exponential

Wir sollten uns auch nicht damit abfinden! Punkt. Das ist unser erster Schritt. Damit beginnt Exponential. Es beginnt, dass wir uns als Leiter aufmachen. Das wir unzufrieden werden, wie Bill Hybels auf dem Leiterkongress 2012 in Stuttgart sagte. Unserem Gott vertrauen, dass ER es anders gedacht hat, es daher anders werden kann und soll. Dass Matthäus 28,19 immer noch verbindlich für uns gilt und unsere Sendung ist. Für die ganze Gemeinde. Deshalb sind wir mutig durchzustarten. Auch wenn es ganz klein, flach (wie die Exponentialkurve!) beginnt. Macht nichts. Die Aussichten sind gut! Wir verachten die kleinen Anfänge nicht. Denn wer weiß, was Gott noch tun wird. Er überrascht uns über alle unsere eigenen Strategien und Visionen hinaus (Epheser 3,20). Deshalb fängt Exponential im Herzen des Leiters und der Leiterin manchmal klein an, aber es breitet sich aus. Es beginnt sich auszubreiten, wenn ein Leitender tut, wozu ein Leitender da ist. Gott initiiert und prägt durch Leitende eine neue Kultur, eine neue „Normalität“ entsteht! Klein ist nicht schlecht!!! Alles im Reich Gottes beginnt in SAATGRÖSSE! Unser Vertrauen, unser Glaube ist gefragt, dass Gott großes wachsen lässt!

Glaubensvoll werden …

Am Ende sind nämlich viele Themen unseres Lebens „Glaubensthemen“. Vertrauen wir einem allmächtigen, guten, fähigen Gott, oder unserer (bisherigen) Erfahrung? Ich schlage vor: Wir vertrauen besser Gott! Und seinen Verheißungen.

Mit uns Leitern beginnt es! Wir dürfen (wieder?) erwarten, dass Menschen von Christus ergriffen werden, zu Nachfolgern werden wollen und den Preis dafür bezahlen. Wir dürfen wieder erwarten, dass Menschen die Berufungen ihres Lebens entdecken, es ein Vorrecht für sie wird, ihre Gaben in Gottes Haus einzubringen, mit Begeisterung den Armen dienen, christozentrisch in ihrem Beruf stehen, Eltern sind, im Sportverein und bei der Feuerwehr mithelfen, der ökonomisierten Welt die Stirn bieten … Aber dafür muss die Kultur unserer Gemeinden sich wandeln.

Was das bedeutet und welche Möglichkeiten wir Leiter dabei haben, besprechen wir im dritten Teil der Reihe.

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3 Antworten zu Exponential (2): Zuerst eine Kultur prägen!

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