Der herausgeforderte Mitarbeiter – die gestresste Familie

Als Leiter habe ich es mit Menschen zu tun, die in ihrem Alltag immer mehr herausgefordert sind. Berufliche Anforderungen und eigene Ambitionen beschränken oder behindern oft die verantwortliche Mitarbeit im Ehrenamt. Oft sind aber genau diese Menschen Schlüsselpersonen für die dynamische Entwicklung von Gemeinden. Das ist ein Dilemma, in dem wir Verantwortliche uns schnell befinden können. Was machen wir Leiter, wenn wir nicht in ausreichendem Maße auf diese Multiplikatoren bauen können? Wenn Schlüsselpersonen durch ihren Alltag so gefordert und damit im Gemeindeleben blockiert sind? Und wenn wir als Leiter so „richtig Gas geben wollen“, sie aber keine neue Herausforderung sondern einfach nur Ruhe, Zuspruch, Ermutigung und praktische Tips aus Gottes Wort suchen? Das führt selbstredend zu Spannungen, Missverständnissen, Frust!

Bevor wir Verantwortliche eine Lebenssituation „beurteilen“ müssen wir uns die Mühe machen sie richtig gut zu verstehen! Ich frage mich oft: Verstehe ich, was in unserer Kultur passiert? Wie Menschen unserer Gemeinde ihren Alltag empfinden?

Was kann mir als Leiter helfen, ein tieferes Verständnis zu erlangen? Ich lese dazu gerne im Zukunftsletter und nutze die Arbeiten von Matthias Horx. Speziell zum Thema Veränderung in der Familie. Junge Paare, wenn sie zu einer Familie werden, wollen nur noch überleben, meinte die F.A.Z. neulich in einem interessanten Artikel. Auch die Frage nach dem Burnout wird zunehmend in der Öffentlichkeit und unter Leitern im christlichen Sektor angesprochen. Kaum ein Monat, wo nicht ein Artikel dazu in den Magazinen des Landes erscheint! Aktuell z.B. 12 Stufen der Erschöpfung im Stern.

Im Sommer letzten Jahres habe ich dazu auf der Regionalkonferenz u. der Delegiertenversammlung von BFP und VMeC einen Grundsatzvortrag in Reutlingen gehalten. Im Vorfeld zu diesem Vortrag habe ich noch einmal intensiv reflektiert. Und einmal mehr wurde mir deutlich: Es wird keine einfachen Lösungen geben! Dennoch klärte sich mein Blick weiter. Ein paar Ideen haben sich verfestigt. Es sind im wesentlichen theologischen Überzeugungen die hier helfen, weniger praktisch Erwägunge! Warum? Weil die Veränderung, die im Alltag bestehen kann, von innen kommen muss! Aus dem Herzen. Das ist immer die Richtung im Reich Gottes: Von innen nach außen. Von der Überzeugung zur Handlung. Nur so ist die Motivation und Kraft gegeben den Preis zu zahlen, Hindernisse zu überwinden, Widerständen zu trotzen. Es geht also nicht um Tricks, Methoden oder Techniken (wobei die später eine sinnvolle Hilfe sein werden in der Umsetzung). Die Forderung an Leiter: „Mach‘ es praktisch!“ ist gerade eine „Falltür“! Praktisch und lebensverändernd wird es auf Dauer nur, wenn echte Überzeugungen, klare Gedanken und intensive Gefühle die Grundlage bilden. Dass wir also auf der Herzensebene gepackt und verändert werden ist der biblische Schlüssel! Sprüche 4,23 verweist darauf. Für Christen bedeutet das, dass wir wirklich und konkret glauben, daher reden und handeln. So können wir das bei den Glaubensvätern im AT u. NT sehen. Ich versuche das in die Esslinger Gemeinde hineinzutragen. Meine Predigt BIOS vom 17.6.2012 ist ein unvollkommener, aber engagierter Versuch.

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3 Antworten zu Der herausgeforderte Mitarbeiter – die gestresste Familie

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