»HERO MAKER« | 1 – Gottes wahre Helden

Foto: © Bonin

Dave Ferguson, inspirierender Pastor, Autor und Exponential Präsident hat auf der Leiterkonferenz des BFP zu einem Umdenken aufgefordert: Vom »Helden« zum »Helden-Macher«. Wir greifen das als LEITERBLOG auf und versuchen in dieser neuen Reihe seine 5 Hauptgedanken zu reflektieren und für den deutschsprachigen Raum anzupassen. 

Zuerst die Klärung: Wo beginnt die Reise?

Die neue »Heldenreise« beginnt in unserem Kopf. Nicht mit einer Methode, einer Veranstaltung oder einer Struktur. Zugegeben, das wäre einfacher. Machbarer. Unsere Reise beginnt im Kopf des Leiters, der umdenkt! Denn seine Rolle wandelt sich: Nicht mehr »Held«, sondern »Helden Macher«. Aber stopp: Was ist eigentlich ein Held?

Der Held …

Der Held, lat. Heros, ist vom althochdeutschen helido abgeleitet und beschreibt eine Person, die eine Heldentat, also eine besondere, außeralltägliche Leistung vollbringt. Das verleiht ihm eine besondere Stellung. In unserer Kultur kommen wir eigentlich mit Helden nicht so gut klar. Warum? Wegen unserem Umgang mit unserer jüngeren deutschen Geschichte.

Ich wär‘ so gerne mal der Held …

Dennoch: Als Kinder (da wissen wir noch nicht so viel von Geschichte) träumen viele davon einmal ein Held zu sein. Zumindest wir Kerle. Karl May, die Marvel Comics und Asterix inspirieren uns. Das hört nicht auf. Als Erwachsene bieten uns Computerspiele spannende Rollen als Helden an. Andere finden diese Heldenrolle im Beruf, Verein, Politik … und opfern sich ganz für sie auf!

Helden für die christliche Szene?

Gibt es in der christlichen Szene Platz für Helden? Vielleicht sogar eine Sehnsucht nach Helden? Biblische Personen wie Mose, Abraham oder Paulus sind unumstritten. Und sonst? Suchen wir »Helden der Neuzeit«? In den sozialen Medien sehen wir Bilder, die das nahelegen. In großen Arenen finden bewegende Events statt, zu denen Leute aus aller Welt anreisen. Tausende hängen an den Lippen dieser Leiter, Redner, Pastoren …

So rücken einzelne Personen in den Fokus von Zehntausenden und erfahren überdurchschnittlichen Zuspruch, Ehrungen und besondere Privilegien. Helden? Wie finden wir das? Die Meinungen darüber gehen auseinander.

 

Mancher Leiter wünscht sich auch soviel Erfolg. Träumt von einer Bühne, auf der er oder sie – für den Herrn natürlich – Einfluss nehmen kann. Und nun kommt Dave Ferguson und behauptet, dass es einen noch viel besseren Weg gibt!

»Wie wäre es, wenn wir die Bühne für andere bauen?« | Dave Ferguson

Der Helden-Macher – HERO MAKER

Er fragt: »Wie wäre es, wenn wir die Bühne für andere bauen?« Wenn der wirkliche Held bei uns der ist, der andere zu Helden macht, die wiederum andere zu Helden machen … Wir bauen Bühnen, auf denen schließlich ANDERE stehen. Der Scheinwerfer ist nicht auf uns gerichtet, sondern auf ANDERE! Das legt uns Dave nahe. Wie geht es uns ambitionierten Leitern mit diesem Gedanken? Was machen wir damit?

Warum überhaupt? Die Frage muss gestellt werden!

Dave meint, dass der Auftrag von Jesus (Matthäus 28,19) zu groß ist für eine Person. Für eine Kirche. Sogar für nur eine Denomination. Zunächst ist das schlichte Mathematik. Das versteht jeder. Reproduktion ist die einzig sinnvolle Antwort, wenn wir den Auftrag von Jesus ernst nehmen. Nichts anderes hat der Apostel Paulus im Sinn, wenn er die Aufgabe der Führungsrollen für die Kirche (Epheser 4,11ff) beschreibt. Das Ziel der Leiter soll sein: alle Christen einer Gemeinde fit machen, damit sie alle in ihre Berufung finden, um einen Unterschied zu machen.

Warum uns das Umdenken schwer fallen könnte …

Loslassen, großzügig sein, andere groß mache, anstatt an der eigenen Karriere arbeiten. Das prägt den »Hero Maker«. Bewusst und selbstlos ermutigt er. Absichtsvoll investiert er in andere. Und wenn sie ihn überholen, effektiver, erfolgreicher werden?

Dann gewinnt die Mission von Jesus! (Vergleiche Philipper 1,15).

O.k., unser Glanz mag dabei verblassen. Fotografiert wird nun mal der, der auf der Bühne steht; nicht der, der sie gebaut hat. Gerne fördern wir – im Prinzip – andere (wirft ein gutes Licht auf uns). Aber vielleicht doch nur so lange, so lange sie uns nicht überholen! Diese Ängste gestehen wir uns nicht gern ein. Wie kommen wir zu einer ehrlichen und realistischen Selbsteinschätzung? Feedback. Und wenn es kritisch ist? Dann kommen wir weiter. Denn: Kritik ist kostenlose Beratung 🙂 !

Wo stehe ich? Wo stehen wir?

Bauen wir eine Bühne für andere, oder träumen wir von der Heldenrolle für uns selbst? Diese Frage kann sich jeder stellen. Und wir können sie den Menschen stellen, mit denen wir unterwegs sind. 

Wie könnte es werden?

Wie würde sich eine Firma, eine soziale Einrichtung oder die Gemeinde verändern, wenn ihre Führungskräfte diese Einstellung LEBEN (und nicht nur »im Prinzip« gut finden)? HERO oder HERO MAKER, das ist die Frage.

Damit ist die Reihe auf dem LEITERBLOG eröffnet.

Jeden Montag denken wir etwas weiter und tauchen in die Thesen von Dave Ferguson und der Exponential Bewegung ein. Denkst Du mit? Teilst Du den Beitrag, damit Deine Freunde auch mitdenken?

Lasst uns für einen Wandel zusammen arbeiten. Als Bühnenbauer 🙂 Als »Hero Maker«. Das macht uns zu den wahren Helden in Gottes Geschichte. So erfüllt die Kirche ihre Mission. So wird unser Planet zu einem besseren Ort.

Bis nächsten Montag.

Kurzbericht von der »Hero Maker« Konferenz
Erste Reflexion auf’s Thema.

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3 Antworten zu »HERO MAKER« | 1 – Gottes wahre Helden

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