»HERO MAKER« | 5 – WER HAT DICH ENTDECKT?

Wer hat DEINE (Leitungs)Begabung entdeckt? DICH ermutigt? Gefördert? Getröstet? Begleitet? Angefeuert?

Um diese großartige Rolle geht es beim vierten Schritt des »Hero Makers«. Und einmal mehr: »Hero« ist eine Metapher, keine theologische Aussage, keine neue Rolle in der Kirche, kein Amt das man nun anstreben soll, kein Titel, den man tragen kann … 🙂

Wer sind die Personen in Deinem Leben, denen es nicht um ihren Vorteil durch Dich ging, sondern die selbstlos Deine Entwicklung im Auge hatten?

NICHT: SEGNE MICH! SONDERN: SEGNE IHN/SIE!

Um diese Gesinnung geht es (Schritt 1). Wir wollen die Gaben, Talente, Berufungen in anderen entdecken! Und aktiv werden, indem wir ihnen das zusprechen (Schritt 2), sie prägen (Schritt 3) und trainieren, und wenn wir dann gemeinsam sagen können: BEREIT!, wird es konkret! Wir segnen und senden ihn oder sie in die neue Herausforderung und trauen ihnen zu, dass das gelingen wird. Aktiv begleiten wir das wie ein geistlicher Vater, eine geistliche Mutter. Ihr Erfolg ist letztlich der Erfolg, den wir anstreben.

EIN SCHMERZ IN MIR?
Man kann als Leiter etwas wehmütig werden und fragen: Wer hat so in mich investiert? Seit Jahrzehnten ist der Ruf nach „Vätern und Müttern“ da, hier in der Serie „Hero Maker“ genannt. Viele junge Leiter sagen mir immer wieder, dass sie Mühe haben solche geistlich reifen Leute zu finden. Fast scheint es in beruflichen Zusammenhängen leichter zu sein auf solche Mentoren und Förderer zu stoßen, als in der christlichen Gemeinde! Zeit für einen Zwischenstopp:


ZWISCHENSTOPP: WIE WAR DAS BEI MIR?
Frage Dich, welche Menschen für Dich diese Rolle übernommen haben und Dich so geprägt, gesegnet und schließlich in das Abenteuer geschickt haben. Schreibe es Dir auf oder nutze dieses Arbeitsblatt als Hilfe, um in das Thema weiter vorzudringen.

  • Wer war das? (Namen!)
  • Wie war das? (Orte, Gefühle, Erlebnisse, Begegnungen …!)
  • Wie war der Prozess dahin? (Welche Stichworte beschreiben den Weg!)
  • Wann war die Stunde, in der die Sendung und Segnung konkret wurde? (Datum?)

Und nun: Für wen könnte ich so ein geistlicher Vater, eine geistliche Mutter werden? Für wen sozusagen ein »Hero Maker« sein, der den ganzen Weg (von: „Ich sehe in Dir!“ über „ich fördere und forme Dich“ zu „ich und wir senden Dich, glauben an Dich, fördern Dich und feiern alles, was Gott durch Dich tun wird und durch die, die Du fördern wirst …“)


Wann ist man »bereit«?

Wenn Du als Leiter zum Azubi sagen kannst: Ich denke, Du bist bereit! Und wenn der Azubi sagen kann: Ich denke, ich bin bereit! Das kann ganz öffentlich in einem Mitarbeitertreffen, im Gottesdienst, im Leitungskreis … stattfinden, oder bei einem Gespräch im Café, Wohnzimmer oder in der Küche. Beim Spaziergang oder nach einer Gebetszeit.

Ein vielleicht hilfreicher, formaler Akt!

Dave schlug uns auf der Konferenz vor, dass wir einen formalen Akt der Einsetzung und Sendung vollziehen sollten. In der Community Church in Naperville haben sie zum Beispiel Gemeindeleute ganz bewusst als „Pastoren“ (Rolle, nicht Titel oder Amt!) für ihre beruflichen Situationen „ordiniert“. „Pastoren“ für die Abteilung ihrer Firma, das Team mit dem sie beruflich arbeiten, Arbeitsgruppen für die sie zuständig sind … Faszinierend: Wenn Christen sich als „Hirten“ für ihre Kontexte verstehen, in denen sie leben. Die Nachbarschaft, Verwandtschaft, Kollegen, Vereine …

SALBUNG, SEGNUNG, SENDUNG
Sie haben dann die Leute mit Öl gesalbt, ihnen die Hände aufgelegt und mit einem Gebet den Segen zugesprochen und die Sendung ausgesprochen. Was könnte ein angemessener Weg für DICH sein, wenn Du als »Hero Maker« »Heros« in ihre Berufung aussendest?

Gaben aktivieren

Auf diesem Weg wird der ehemalige Zuschauer oder Unterstützer selbst zum Mitspieler der Mannschaft, um es sportlich zu sagen. Seine oder ihre Gaben werden aktiviert und die Idee, die in 1. Korinther 12 – 14, Epheser 4, Römer 12, 1. Petrus 4,10 … der Kirche zugrunde liegt, wird Realität. Wie wird das unsere Gemeinden verändern? Wie verändern Gemeinden durch ihre Leute diese Welt!

GANZ EHRLICH:
Darauf wartet die Welt! Das Gute, das auf diesem Weg in Gang kommt, kann kein Unternehmen, keine Regierung und keine Organisation in Gang setzen. Das kommt nur durch die Kirche von Jesus Christus in diese Welt. Und nur dann, wenn die Kirche wird was sie ist.

Der letzte Schritt auf dem Weg zum »Hero Maker« wartet auf uns!

Bis übernächsten Montag.

Photo Coaching by Tim Stief on Unsplash
Photo Soccer by Fancy Crave on Unsplash
Kurzbericht von der »Hero Maker« Konferenz
Erste Reflexion auf’s Thema.

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Eine Antwort zu »HERO MAKER« | 5 – WER HAT DICH ENTDECKT?

  1. loveflowshare schreibt:

    Danke für den erneuten Hinweis auf die Metapher Funktion. Ich halte nach wie vor sowohl „Hero“ als auch „Maker“ für einen Widerspruch zum eigentlichen christlichen Sinne. Worte haben Kraft und werden nicht ohne – vielleicht auch unbewussten – Grund gewählt 🙂
    Und nun komme ich zu diesem interessanten Artikel. Ganz ehrlich. Auf meinem Weg zur Führung (für den ich noch nicht die Form und die Aussendung habe und sehnsüchtig darauf warte) hat es bisher nie solch eine Person gegeben, keine Unterstützter, eher viele Widersacher, also niemanden, der wirklich mich in meiner Berufung erkennt, sieht und unterstützt. In Anspruch genommen haben sie jedoch schon Viele. Im Hier und Jetzt, in zufälligen Begegnung, da wo Gott mich hingestellt hat, in vielen Momenten. Ich habe mich immer danach gesehnt, gehofft, es gäbe jemanden da draussen, der mir sagt, dass ich soweit sei. Aber diesen Menschen gibt es in meinem Fall bisher nicht und wird es vielleicht auch nie geben. Der Einzige, auf den ich seit nunmehr fast 15 Jahren baue, ist Gott. ER führt mich durch alles, ER trägt mich, ER baut mich auf, ER hat mich gerufen, ER zeigt mir wann es Zeit ist wieder den nächsten Schritt zu tun. Merkwürdigerweise kann ich jedoch Andere führen ohne etwas konkret dafür zu tun, außer ihnen Raum in Präsenz geben, so dass sie ohne weiteres Zutun in die Kraft für Ihren nächsten Schritt kommen. Insofern kann ich suchenden Menschen die Person sein, die ich selber noch nie gefunden habe. Kann es sein, dass es da einfach Unterschiede gibt!? Dass manche von uns führen und daher „nur“ aus der Selbstführung und durch „Jesus“ ermächtigt werden und andere dann eben durch die von Jesus Ermächtigten!? Sind nicht wir alle Kirche. Jeder Einzelne von uns und gerufen Kirche in uns „zu sein“!?
    Ich habe diesmal darauf geachtet, dass mein Kommentar nicht länger als der Artikel ist 🙂

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