Einen Veränderungsprozess gestalten: Wie? | Teil 3

Wandel Zu Beginn investiere ich viel Zeit um die Menschen der Gemeinde kennen zu lernen und um einen grundlegenden geistlichen Input zu geben, der für jede Gemeinde gleich ist! Wie ich das mit den Kontakten aufbaue, erkläre ich im nächsten Post. Heute geht es um die Rolle von Predigt und Lehre. Mit welchen Themen beginne ich, was denke ich mir dabei 🙂 ? Ich gehe das strategisch mit den Predigten an, die für mich ein wesentliches „Werkzeug“ sind. Heute ein kleiner Einblick in die „Predigtstrategie“ und inhaltliche Überlegungen, mit der ich den Veränderungsprozess voranbringe:

HERZ

Ich beginne mit dem „Herzen“. Das ist das Handlungsfeld, auf dem alles entschieden wird.  In Sprüche 4,23 steht: „Behüte dein Herz mehr als alles, was zu bewahren ist; denn von ihm aus sind die Ausgänge des Lebens.“ So habe ich in Gifhorn nach meinem Start im November 2014 mit der Herzensreine die inhaltliche Ausrichtung begonnen. Das ist die Basis. Wenn unsere Herzen vor Gott weich sind, wir Gottes Diagnose über den Zustand unseres Herzens sehen, IHN an unseren Herzen arbeiten lassen und alle Veränderung mit dem Herzen beginnt, dann haben wir „gute Karten“!!!

Von INNEN nach AUSSEN!

Ich ziele mit der Verkündigung weniger auf äußerliche Punkte. Der Gedanke, dass alle Veränderung von Gott ausgeht und dieser Prozess von „innen“ nach „außen“ geht, ist meine Überzeugung. Die (notwendigen!) äußeren Veränderungen sind daher immer nur Auswirkungen von inneren Vorgängen, von Prozessen des Herzens! Variante! In manchen Fragen mache ich eine Ausnahme von dieser Regel. Da beginne ich mit der äußerlichen Veränderungen, die dann eine Wirkung nach innen entfalten. Warum? Weil es Themen gibt, die einen Anstoß von aussen brauchen, um die innere Starre aufzuschrecken! Genaugenommen ist es aber nur eine Variante, um nach „Innen“, also zum Herzen vorzudringen. Wer aber nur äußerlich verändert (Programme, Veranstaltungen …), ohne den grundlegenden Herzensprozess auszulösen, wird keine dauerhafter Veränderung erleben. Nach einer Zeit ist der Effekt der äußeren Erneuerung verflogen und weil das Herz nicht verwandelt wurde, ist alles wie zuvor, nur mit (vielleicht) einer neuen Form. Aber was soll das bringen? Daran habe ich kein Interesse!

GOTT

Die nächste inhaltliche Absicht, wenn der Blick für das Herz etwas geöffnet wurde, besteht darin, den Blick auf Gottes Absichten und sein Herz zu lenken. Eigentlich auch nichts besonderes, oder?! Ja und nein. Denn immer wieder bin ich überrascht, wie wenig Kenntnis darüber – selbst bei langjährigen Christen – besteht! Hier will ich von Beginn an die Grundlage legen oder erneuern. Die Gemeinde muss sich in ihrer Identität, ihrem Auftrag und ihrer Dynamik ganz am Herrn der Gemeinde, am Stifter, am Erhalter …, also an Gott ausrichten. Eigene Erfahrungen, Vorstellungen, Vorlieben, Gewohnheiten, Prägungen … sollen in den Hintergrund treten. Und wir müssen als Kirche immer wieder neu entdecken, wie Gott mit uns und durch uns dieser Generation begegnen will. Das fordert so manchen treuen Gemeindemenschen sehr heraus. Ich verstehe das. Dennoch müssen wir da durch! Die Fragen: Gott, was willst DU grundsätzlich, aber auch heute hier und jetzt für DEINE Gemeinde, DEINE Kirche? Das ist die entscheidende Haltung, mit der ich herangehe. Dafür möchte ich die Gemeinde ebenfalls gewinnen!

  1. Der Veränderungsprozess richtet sich an dem aus, was der HERR der KIRCHE sich für seine KIRCHE grundsätzlich mit Gemeinde im Sinn hat,
  2. wie das an diesem konkreten Ort (Gifhorn) sein soll,
  3. wie ER es mit den konkreten Menschen, die zur Gemeinde gehören und noch kommen werden (Mitglieder und Freunde …) geplant hat und tut,
  4. wie das zum jetzigen Zeitpunkt (Dankbar für die Geschichte, aber neugierig auf die Zukunft) in dieser konkreten Kultur des 21. Jahrhunderts,
  5. und wie ER es für die Menschen, die in Gifhorn leben, vor hat.

Es ist stark, was Gott in Afrika, Asien, Amerika, Australien … tut. Das inspiriert und macht MUT! Aber kopieren kann ich das nicht. Die FCG Gifhorn ist nicht in Afrika beheimatet. Sie ist eine andere Gemeinde als Willow Creek, Hillsong oder Bethel. Sie ist die FCG Gifhorn, mit ihrer Geschichte, ihrer Einbindung in eine kulturelle Realität: Ländlicher Raum, Vertriebene, Spätaussiedler, VW als großer Arbeitgeber … Eine Region mit kurzen Wegen nach Braunschweig, Wolfsburg und Berlin. Gott ist super kreativ, ER hat einen Masterplan für die FCG 🙂 So versuche ich in der Predigtreihe den Blick für Gottes grundsätzliche Idee zur Gemeinde zu wecken und im Gemeindeprozess mit den FCG’lern den Weg Gottes in Gifhorn zu finden, der ein „UNIKAT“ ist. Abschließend: Welche inhaltlichen Themen greift diese Predigtreihe auf? Die aktuelle Predigtreihe Begleitend zum Gemeindeprozess predigen wir eine Reihe, die in Gifhorn „Geheimnis Gemeinde“ heißt. Sie unterstützt die gedanklichen und theologischen Prozesse, die wir als Gemeinde gehen. Hier die Themen der einzelnen Predigten der Reihe:

  1. Der Ursprung von allem – und von der Kirche: JESUS! (11.1.15)
  2. Die Identität der Kirche – EIN VOLK! (18.1.15) – Sehr wichtige Predigt!
  3. Der Auftrag der Gemeinde: ERREICHEN | PRÄGEN | SENDEN (25.1.15)
  4. Die Kultur der Gemeinde (1.2.15)
  5. Die Quellen der Gemeinde (mehrere Teile)
Die Unterthemen aktualisiere ich dann, wenn die Predigt gehalten ist 🙂

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In eigener Sache 🙂

fcg_podNicht wenige Leute haben gefragt, wo meine Predigten in Zukunft zu hören sein werden. Die Mitarbeiter der FCG Gifhorn sind fleißig dabei, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die Predigten wieder im Internet kostenlos zur Verfügung stehen. Jetzt ist es soweit: Die aktuellen Predigten sind schon jetzt über die Homepage, bald auch als Podcast bei iTunes und über ein RSS-Feed usw. zu hören bzw. „down-zu-loaden“.

PRAXIS Ergänzung

Zu dieser Reihe erscheinen auch „Praxis-Ergänzungen“, die den konkreten Gemeindeprozess in seiner „Architektur“ beschreiben und die Arbeitsblätter und Präsentationen zur Verfügung stellen. Die Ergänzungen zu den sechs Teilen sind hier nach und nach zu finden. 1. DER GENERELLE AUFTRAG | 2. Die DNA der FCG

Fotos: Gerhard & Lucia Jung | Stefan Ruhl
Bisherige Teile der Reihe: 1 | 2

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3 Antworten zu Einen Veränderungsprozess gestalten: Wie? | Teil 3

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