SOMMERSERIE: »Bible on Leadership« | HERZ!

Woran hat es gelegen? Nach dem Scheitern der Deutschen bei der WM fragen das viele Experten, Fans und die Akteure selbst. Ja, woran hat es gelegen? Kommen jetzt die »Besserwisser«, Neider und Kritiker auf ihre Kosten? Doch auch Jogi Löw meinte: »Vor dem Auftaktspiel gegen Mexiko habe eine „gewisse Selbstherrlichkeit“ geherrscht.« Das ist kein technisches oder taktisches Problem! Und es ist der Bibel nicht fremd!


»Mehr als alles andere behüte dein Herz; denn von ihm geht das Leben aus.« | Sprüche 4,23


Alles eine Herzenssache!

Rafael Buschmann und Gerhard Pfeil meinten im SPIEGEL, dass »Das Herz des Teams erschöpft.« gewesen sei. Aus Perspektive der Bibel beginnt immer alles mit dem Herzen. Das Herz ist in der zentralen Rolle! Jesus sagt (Matt. 15,19), dass »aus dem Herzen böse Gedanken kommen.« Es ist wie eine Quelle. Ist sie verunreinigt, dringt es in alle Bereiche des Lebens durch. Bis in die letzten Fasern!

»Das Herz des Teams war erschöpft!« Das hatte ich bis dahin so noch nicht gelesen. Was damit wohl gemeint ist? Thomas Müller hatte noch gesagt, dass „Die Gründe vielfältig“ seien, die zum Ausscheiden geführt haben. Die Liste, die dann Experten aufstellten, wächst ja von Tag zu Tag: »Form, Fitness, Taktik, kein Hunger bei den Weltmeistern, Selbstherrlichkeit, die fehlende Mischung, fehlende Leidenschaft, Löw, Erdogan-Affäre, kein Leader, Risse im Team, falsches Quartier, …« und nun Herz! 

Führung erfordert HERZ!

Das Herz ist ein großes Thema in der Bibel. An hunderten von Stellen wird darüber gesprochen. Sprüche 4,23 spitzt alles zu und stellt die Bedeutung des Herzens heraus. Was aber meint die Bibel mit »Herz«? Der Begriff wird verwendet, um den Sitz der menschlichen Gedanken (Geist), der Willenskraft, der Emotionen sowie des Rechts- und Unrechtsbewusstsein (Gewissen) zu beschreiben. Auch um die Absichten und Gesinnungen (1. Mose 6,5) eines Menschen geht es bei der Vokabel. Gott verspricht ein neues Herz (Hesekiel 36,26), ein reines Herz (Psalm 51,12) und prüft das Herz (Hebräer 4,12)!

Pass auf!

Jeder Mensch soll also besonders auf sein Herz achten! Warum? Weil es eben wie eine Quelle ist. Was im Herzen los ist, wirkt sich auf unsere Gedanken, Haltungen und Handlungen aus. Zeigt sich in unseren Motive, Absichten und Gesinnungen. Und man hört es aus unserem Mund, wenn wir uns unbeobachtet, uns im vertrauten Kreise oder in euphorischen Momenten zuhören. Mancher bekommt es mit, wenn er oder sie auf die Gedanken achtet, die einem bei einer Autofahrt, Wanderung oder vor dem Einschlafen durch den Kopf gehen. Auch die Tagträume können Aufschluss bringen.

Was heißt das für Führungskräfte?

Das bedeutet, dass ein Leiter immer aus dem Herzen leitet! Die Frage, was im Herzen los ist, was meine Gedanken und Gefühle erfüllt, mein Wille oder auch mein Bewusstsein für richtig und falsch einordnet, beeinflusst das Leiten grundlegend. Was macht man nun mit der Einsicht?

Das Herz und seine Warnleuchten!

Die Führungskraft wirft einen besonderen Blick ins Herz! Welche »Gedanken des Herzens« treiben mich? Welche Gefühle bewegen mich. Leitende tun das aus Gewohnheit. Jeden Tag. Und reflektieren mit Wegbegleitern diese Dimension in Abständen. Manchmal betrügen wir uns selbst. Unsere Gefühle wirken dann wie Warnlampen, die uns eine Störung melden. Sie geben uns Hinweise, dass etwas grundlegendes nicht passt: was ärgert mich, macht mich traurig, wütend, niedergeschlagen, aufgedreht? Was ist der Gewinn, der über mein »Wohl und Wehe« in den Gefühlen und Gedanken entscheidet? Was sind meine Tagträume, die Albträume? Das alles zu übergehen, um zu »performen«, ist fahrlässig! Wer die Warnleuchten ignoriert, kann großen Schaden erleiden.

Nicht produktiv?

Es scheint nicht produktiv zu sein, diesen Fragen auf den Grund zu gehen. Richtig, man kann auch in Selbstbespiegelung versinken. Was man sich aber als Führungskraft nicht leisten kann ist, nicht klug diesen Fragen nachzugehen. Zu viele Verantwortliche sind gescheitert, die dachten sich das sparen zu können. Da spart man »am falschen Ende«! Das trifft auf Nichtchristen wie Christen zu. Auf Verantwortliche in Konzernen, mittelständigen Unternehmen, sozialen Organisationen und Kirchen. Ausbrennen ist da vielleicht noch eine der milderen Folgen …

Wie geht es DEINEM Herzen?

Der Text aus dem Buch der Sprüche stellt uns indirekt diese Frage. Wie gehen wir ihr nach? Mir helfen seit Jahren diese Arbeitsblätter, mit denen ich reflektiere. Und auch Freunde, mit denen ich mein Leben durchgehe. Und Bücher, die mich inspirieren. Gerade dieses  Buch fand ich hilfreich. Wie es es bei DIR?


Wie geht es DEINEM Herzen liebe Führungskraft?


Über lotharkrauss

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