Stress: Verantwortliche unter Druck!

Stress ist ungesund. Zumindest der Distress. Viele Führungskräfte erleben in ihrem Alltag, dass sie dem Stress aber nicht entkommen können. Zumindest ist das die Wahrnehmung. Die Signale sind bekannt: Angespannt, genervt, überfordert, kleine Ausraster bis zum totalen Zusammenbruch.

Stress = stammt aus dem Englischen und geht zurück auf das lateinische Wort „strictus“ für „straff“. Man hat das Gefühl bestimmten Lebenssituationen nicht mehr gewachsen zu sein oder Sie empfinden diese als belastend. Jeder dritte Mitbürger leidet unter Stress. Wo stehe ich, fragen sich Menschen, die verantwortlich in der Selbstleitung vorangehen wollen. Hier zwei praktische, wissenschaftlich erarbeitete u. kostenlose Tools:

Zwei kostenlose „Test-Tools“ im Internet

  1. Den IMPULS-Test zu den Stressoren und Ressourcen am Arbeitsplatz
  2. Die Index-Tabelle von Holmes und Rahe

Der IMPULS-Test: Speziell für die Arbeitssituation

Der IMPULS-Test wurde 2002 von den Arbeitspsychologinnen M. Molnar, B. Geissler-Gruber, C. Haiden entwickelt. Der Test beruht auf einer Weiterentwicklung des KFZA – Kurzfragebogen zur Arbeitsanalyse von Prümper, Frese, Hartmannsgruber (1995).

Er untersucht die Stressoren und Ressourcen, mit denen wir in unserer Arbeit unterwegs sind. Das kostenlose Testmaterial und weitere hilfreiche Unterlagen findet man hier.

INDEX-TABELLE nach Holmes u. Rahe

1967 wurde von den amerikanischen Psychologen Holmes und Rahe die Index-Tabelle entwickelt (Holmes-Rahe life changes scale). Jedem dieser Lebensereignisse wird eine (Stress-) Punktzahl zugeordnet.

Lebensereignis (Stress-Skala) (Punkte) | Stressoren
  • Tod des Partners (100)
  • Scheidung (73)
  • Eheliche Trennung (65)
  • Gefängnisaufenthalt (63)
  • Tod eines Familienangehörigen (63)
  • Persönliche Verletzung oder Krankheit (53)
  • Heirat (50)
  • Verlust von Arbeit (47)
  • Eheliche Versöhnung (45)
  • Pensionierung/Ruhestand (45)
  • Gesundheitliche Veränderung eines Familienmitglieds (44)
  • Schwangerschaft (40)
  • Sexuelle Probleme (39)
  • Familienzuwachs (39)
  • Veränderungen im Geschäft/Business (39)
  • Finanzielle Veränderungen (38)
  • Tod eines nahen Freundes (37)
  • Wechsel der Arbeitsstelle (36)
  • Zunehmende Auseinandersetzungen mit dem Partner (35)
  • Schulden über 75.000 € (31)
  • Kündigung einer Hypothek oder eines Darlehens (30)
  • Verantwortungsänderung im Beruf (29)
  • Sohn oder Tochter verlassen das Haus (29)
  • Schwierigkeiten mit Schwiegereltern (29)
  • Außerordentlicher persönlicher Erfolg (28)
  • Der Partner beginnt/verlässt eine Arbeit (26)
  • Beginnen oder beenden der Schule (26)
  • Veränderung der Wohnsituation (25)
  • Verhaltensänderung (24)
  • Probleme mit dem Vorgesetzten (23)
  • Veränderungen der Arbeitszeiten/Arbeitskonditionen (20)
  • Wohnortwechsel (20)
  • Schulwechsel (20)
  • Veränderung in der Freizeit (19)
  • Veränderungen in der Gemeinde(Kirche)tätigkeit (19)
  • Veränderungen der sozialen Aktivitäten (18)
  • Schulden unter 23.000 € ($ 30.000) (17)
  • Veränderungen der Schlafgewohnheiten (16)
  • Veränderung der Familienzusammenkünfte (15)
  • Veränderung der Essgewohnheiten (15)
  • Urlaub/Ferien (13)
  • Weihnachten allein verbringen (12)
  • Geringe Gesetzesverstöße (11)

Summiert man diese Ereignisse im Verlaufe eines Jahres auf, kann mein eine spezifische Gesamtbelastung bestimmen. Zwar sind diese Bereiche nicht empirisch bestätigt, können aber einen Anhaltspunkt geben, wann Handlungsbedarf besteht.

  • bis 150 Punkte: Gratulation! Ihre Stressbelastung ist normal.
  • Von 150-199 Punkte: Jeder Dritte mit diesen Werten bekommt Probleme mit der Gesundheit. Das können man ausschließen, wenn man lernt sich zu entspannen.
  • Von 200 bis 299 Punkte -> Gefährdet! Das Risiko liegt bei 50 Prozent, dass man in nächster Zeit an den Stressfolgen erkrankt. Die Bremse ziehen!
  • Über 300 Punkte -> Extrem gefährdet! Mehr als 300: Vorsicht! 80 Prozent der Personen, deren Werte höher als 300 liegen, werden schnell krank.

Hier geht es zum Test im Internet. 

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