ONE TEAM – Lobpreisarbeit in der Veränderung | 2

oneteamJens Martin Rauen berichtet weiter vom ONE TEAM Projekt der ELIM Kirche Hamburg: Wir haben uns also auf den Weg gemacht, unserer Lobpreisarbeit wieder neuen Schwung zu geben. Nur wussten wir noch gar nicht, wo wir eigentlich hin wollten.

Wie haben wir mit der Veränderung begonnen?

Als erstes haben wir mit unserem Gemeindeleiter zusammen ein Ziel für den Lobpreisdienst festgelegt. Das war ein guter Schachzug es gemeinsam zu überlegen, denn so kann man später wieder darauf zurückkommen: Das wollten wir alle!

Unser Ziel lautete nun: Wir wollen, dass Menschen einen exzellenten und geisterfüllten Lobpreis erleben, in dem sie Gott begegnen.

Exzellenz bedeutet nicht Professionalität! Professionalität würde uns dazu zwingen die Qualität erreichen zu müssen, die von außen vorgegeben wird. Die können wir aber schlichtweg mit unseren Mitteln nicht erreichen. Exzellenz dagegen bedeutet für uns, dass jeder das Beste gibt, was ihm möglich ist.

Das Ziel war nun klar definiert. Jeder wußte jetzt, wo wir hin wollten. Wirklich? Nein! Wir hatten einen guten Satz. Aber dadurch hatten wir nicht gleich die identische Vorstellung von Lobpreis. Einige träumte von Flaggen und von der „Freiheit im Lobpreis“, andere vom letzten Hillsong-Besuch in Australien. Uns war noch nicht klar wie es aussehen würde, wenn das Ziel konkret umgesetzt wäre. Also haben wir uns Fragen gestellt, deren Antworten das Ziel genau beschreiben sollten. Die Fragen mussten das Ziel direkt aufgreifen:

  1. Wann ist eine Lobpreiszeit für mich als Lobpreisleiter exzellent?
  2. Was muss ich als Lobpreisleiter dafür tun, damit die Menschen Gott begegnen?

Die Antworten auf diese Fragen hat jeder Lobpreisleiter für sich selbst auf Kärtchen geschrieben. Hier sind sie:

Kärtchen

Die Ergebnisse überraschten uns:

  1. Die Antworten zu der recht praktischen ersten Frage waren mit den Antworten zur zweiten Frage, die ja eher geistlich ist, sehr ähnlich. Anscheinend Exzellenz einen sehr stark Einfluss darauf, ob eine Gottesbegegnung stattfindet oder eben nicht!
  2. Die Antworten drehten sich nur wenig um Musik, Arrangements etc., Der Fokus lag viel mehr auf dem Lobpreiser selbst: wie unsere Herzenshaltung aussieht und wie es mit unserem Glauben steht. Kurz: Wie wir unser Christsein leben.

Wir haben schließlich die Karten sortiert und fünf Themenbereichen herausgearbeitet:

  1. Die Basis war schnell gelegt: Wir brauchen die gleiche Lehre über Lobpreis & Anbetung. Wenn wir da nicht eins sind, können wir das Ziel nicht erreichen.
  2. Auf diese Basis baut der Lobpreiser auf. Wie lebt er den Glauben? Was ist sein „Glaubenssystem“?
  3. Schließlich geht es um die Einheit in der Band. Ohne die Einheit auf der Bühne können wir nicht erwarten, dass wir die Gemeinde anleiten Gott zu begegnen.
  4. In Einheit wollen wir nun die Gemeinde anleiten. Das geht nur wenn wir wissen, wie wir sie anleiten können. Wir müssen auf Gott hören. Die Musik muß in den Hintergrund treten. Es geht zuerst um Jesus, nicht um uns.
  5. Erst zum Schluss geht es um die Musik. Sie soll gut vorbereitet sein, jeder soll „geübt“ kommen. Es muss klare Absprachen geben … etc.

Um das anschaulich darzustellen, nutzen wir das Bild eines Hauses mit drei Säulen. Jede Ebene baut auf die andere auf. Ein Haus, bei dem es nur um das Dach (Musik) geht, ist kein sinnvolles Haus.

Lobpreishaus

So haben wir uns in den nächsten Treffen damit beschäftigt, das Haus von dem Fundament her bis zum Dach zu erarbeiten. Für jedes Teil des Hauses haben wir uns Lehreinheiten und praktische Beispiele überlegt.

Jetzt hatten wir ein gemeinsames Verständnis vom Ziel

Egal welchen Lobpreisleiter man gefragt hat, jeder wusste worum es nun gehen soll. Jetzt wußten wir zwar was wir wollten, aber wir hatten noch keine Idee wie wir das erreichen können…

Was haben wir gelernt:

  • Ein Ziel ist vor allem dann hilfreich, wenn es gemeinsam entwickelt wird, denn alle stehen dann dahinter.
  • Ein Ziel ist nicht nur ein Satz. Man sollte sich viel Zeit nehmen, um ein gemeinsames Bild zu erarbeiten. Gezielte Fragen helfen hier.

Jedes Gesprächsthema ist zuerst am Zielbild zu prüfen. Nur wenn es dort vorkommt, hat es auch den notwendigen Wert, damit wir darüber sprechen.

Mit dem 3. Teil geht es in der nächsten Woche weiter. Der erste Teil ist hier zu finden.

jens martin
Janine & Jens Martin Rauen. Jens Martin ist einer der Pastoren der Christengemeinde Elim und in der Verantwortung für den Lobpreisdienst.
Bilder: https://www.facebook.com/carinabertschpage

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6 Antworten zu ONE TEAM – Lobpreisarbeit in der Veränderung | 2

  1. thobu777 schreibt:

    Klasse Gedanken! Gehört bei Euch das Technik-Team dazu?

    • Jens Martin Rauen schreibt:

      Nicht direkt. Die Techniker dürfen immer gerne bei unseren One Team Treffen dabei sein und sie bekommen die wöchentlichen Info-Mails. So haben sie nicht die Verpflichtung immer dabei sein zu müssen, bekommen aber alles mit und fühlen sich schon als zugehörig.

      • thobu777 schreibt:

        Danke! Waren sie denn bei der Erarbeitung der Säulen dabei? Ich finde, die Techniker müssen/sollten am selben Haus bauen und sich mit den Säulen identifizieren.

      • Jens Martin Rauen schreibt:

        Nein, das waren sie nicht. Wäre aber auch denkbar gewesen.

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