„Was für Zeiten!“ – Das sage ich ganz oft, und viele andere Kollegen auch. Die Wochen ziehen ins Land. Alles ist anders. Wie lange noch? Die Länge trägt die Last!
Können wir bald wieder auf „normal“ umschalten? Im Leben. Alltag. Job. Schule. Kunst und Kultur? Viele Christen fragen, wann wieder Gottesdienste veranstaltet werden können? Also so gemeinsam, in einem Raum? Die erste Lockerung steht bevor: 15 Personen. Was? Mit oder ohne Mitarbeiter, fragen wir. Die Länge trägt die Last! Ich denke oft an diesen Ausspruch. Wie bleibe ich fit, ermutigt und stark in diesen Tagen?
Die richtigen Fragen stellen!
Wie geht es Dir als Führungskraft? In Deiner Organisation. Firma. Konzern. Verein. Kirche? Ich frage nicht: Was macht ihr jetzt? Wie erfolgreich seid ihr? Welche Wege findet ihr? Obwohl das auch spannende Fragen sind. Aber weil Führung immer eine Reflexion von dem ist, wer ich bin, ist diese Frage zuerst zu stellen. Spannender. Auf Dauer wichtiger. Also: Wie geht es Dir als Mensch. Als Führungskraft? Als Zuständiger? Immer wieder stelle ich diese Frage. Jungen Leitern, Veteranen und Verantwortlichen, die mitten im Leben stehen und große Verantwortung tragen.
„Mir geht es richtig gut. Die große Chance begeistert mich. Nach wie vor. Es ist belastend. Ich bin euphorisiert. Ich fühle mich beschwert. Zumindest phasenweise. Ich gehe über meine Grenzen. Zu oft in diesen Tagen. Meine Leistungsfähigkeit ist nicht bei 100%. Fühle mich gelähmt. Mir sind die Hände gebunden. Die digitalen Alternativen sind großartig. Und belastend. Und begrenzt. Mein Alltag ist wie immer – nur digital. Alles ist gleich, doch ganz anders. Die ständige Veränderung begeistert mich. Sie schafft mich: Ich würde gerne eine Pausentaste drücken. Stopp. Ich habe ein schlechtes Gewissen: Ich bin Leiter, Vorbild, ziehe eine Spur, die andere nutzen. Und doch …“
Gefühle und Gedanken, die in diesen Tagen – oft gleichzeitig – uns begleiten. Viele sind mir aus erster Hand vertraut. Wer nicht in Verantwortung steht, sondern wirtschaftlich abgesichert und nicht mit Homeschooling neben dem Job gefordert ist, versteht das nicht unbedingt. Wer Verantwortung trägt, egal in welchem Umfang, kennt die Gedanken und Gefühle. Jetzt ist Selbstleitung gefragt!
Wie hältst du dich fit?
Fragen mich Leute? Als Führungskraft, die seit 40 Jahren als Christ am Start ist. Jetzt, in diesen Corona-Zeiten? 4 Gewohnheiten sind in den Jahrzehnten gewachsen, die sich auch jetzt bewähren. Ich nenne es technisch gerne „4-G-Christsein“ 😁:
- Gottes Wort – zeitloser, relevanter Input von außen. Täglich.
- Gebet – ausatmen. Einatmen. Fokus scharf stellen. Relativieren.
- Gemeinschaft – nicht allein. Gemeinsam sind wir stark. Zusammen.
- Gute Taten – nicht nur ICH. MIR. MEINER. MICH. Andere.
Eine tolle Hilfe dabei mit mir das Daily Office
Das Daily Office, die Stundengebete, sind ein Schatz von Christen, die aus einer anderen Tradition entstammen, als ich.
Was ist diese Daily Office?
Kurze, liturgische Impulse, die aus Stille, Gottes Wort und Gebet bestehen. Morgens, mittag, abends. Kein Wortschwall. Tiefe. Heiliger Geist.
Sie werden mir zu einer großen Kraft in der Corona Zeit. Wer etwas englisch versteht, kann bei meiner Lieblingsseite hier vorbeischauen.



