Um gut leiten zu können brauche ich als Führungskraft eine gute Identität. Aber ist das nicht eine der großen Baustellen von uns Verantwortlichen? Ich dachte in den letzten Tagen immer wieder darüber nach. Für den Vortrag „Als Leiter wachsen in Krisen und Herausforderungen« am vergangenen Samstag haben meine Frau und ich unsere über 30 Jahre Leitungsverantwortung ausgewertet und aufbereitet. Und da war sie wieder, die Frage nach der eigenen Identität. Wenn sie gut ausgebildet ist, klappt es besser mit dem Vergleichen, der Minderwertigkeit, der Empfindlichkeit … Aber wenn nicht …!!! Wie komme ich zu einer stabilen Identität als Leiter, die mich in den Herausforderungen robuster bestehen lässt?
»Der Mensch wird am Du zum Ich.« …
… hat Martin Buber so treffend gesagt. Wie geht das genau? Der erfahrene Chefarzt, Psychoanalytiker und Buchautor Hans-Joachim Maaz meint dazu in seinem Buch »Die narzisstische Gesellschaft«:
„Die Praxis zeigt immer wieder, dass selbst redlich um ihre Kinder bemühte Eltern … Defizite bewirken, weil sie nicht wirklich in der Lage sind, ihre Kinder emphatisch wahrzunehmen und zu verstehen.“
Wir stoßen also auf Grenzen, beobachtet die Psychologie! Auch gutmeinende Eltern, Freunde, Förderer, Mentoren können uns nur begrenzt helfen, dieses gute Identitätsprofil auszubilden. Und so geraten wir in ein Dilemma.
Defizite, die uns antreiben
Das Defizit treibt uns über die Leistungsfalle zu Höchstleistungen an, gerade uns Führungskräfte. Die Erfolgreichen, Berühmten, Leistungsträger … würden sehr gefährdet sein, meint der Chefarzt. Hinter diesen besonderen Leistungen stünden oft tiefen Löcher der eigenen Unzulänglichkeit. Die Leistung, der Erfolg sollen sie stopfen. Der Preis? Burn-Out, Erschöpfung, Leere, Sinnlosigkeit würden dem Rausch der Leistung folgen. Zerbrochene Ehen, gestörte Beziehungen zu Kindern, Freunden …
Falsche Väter des Erfolgs?
Der „Vater“ des Erfolges und der besonderen Leistungen kann also ein tiefer Mangel in uns sein, meint der Autor. Nach außen ist das zwar kaum zu vermuten, aber nach innen die bittere Realität. Viele Biografien erfolgreicher Leiter dokumentieren das.
Was ist die Quelle der Identität einer Führungskraft, die sich nicht blenden lassen will und ihr Versteckspiel aufgeben möchte?
Die Freundschaft mit Gott durch Jesus Christus macht den Unterschied.
Sie eröffnet den Weg, auf dem das Dilemma angepackt werden kann. Eltern, Partner, Freunde und Begleiter sind mit unserer Sehnsucht überfordert. Sie alle können bestenfalls nur Wegweiser zur Quelle einer gesunden Identität sein, die ein gesundes Leben und Leiten möglich macht und begründet.
Die Frage lautet: Was denkt Gott über mich?
70 Aussagen Gottes, die meine Identität definieren!
Gott sagt uns in der Bibel, wie er über uns denkt. Wenn wir unser Leben Jesus Christus anvertrauen, empfangen wir diese 70 Geschenke und ein Prägeprozess beginnt. Uns kann nichts besseres passieren. Als Führungskraft. Als Mensch. Seit 37 Jahren ist das meine Basis.
So denkt Gott über DICH. Das kann Deine Identität werden und sein!
01. Vielleicht kennst Du mich nicht, aber ich weiss alles über Dich. (Die Bibel, Psalm 139,1)
02. Ich weiss, wann Du Dich setzt und wann Du aufstehst. (Psalm 139,2)
03. Alle Deine Wege sind mir bekannt. (Psalm 139,3)
04. Sogar die Haare auf Deinem Kopf sind gezählt. (Matthäus 10,29-31)
05. Denn ich habe Dich nach meinem Bild geschaffen. (1. Mose 1,27)
06. Ich kannte Dich, noch bevor Du empfangen wurdest. (Jeremia 1,4-5)
07. Ich habe Dich erwählt, als ich die Schöpfung plante. (Epheser 1,4.11)
08. Du warst kein Fehler. (Psalm 139,15)
09. Ich habe festgelegt, wann Du geboren werden solltest und wo Du leben würdest. (Apostelgeschichte 17,26)
10. Du bist wunderbar gemacht. (Psalm 139,14)
11. Ich habe Dich im Leib Deiner Mutter geformt. (Psalm 139,13)
12. Ich bin Dir falsch dargestellt worden von denen, die mich nicht kennen. (Johannes 8,41)
13. Ich bin nicht weit weg und zornig, sondern der vollkommene Ausdruck der Liebe. (1. Johannes 4,16)
14. Es ist mein Verlangen, Dich mit Liebe zu überschütten. (1. Johannes 3,1)
15. Einfach, weil Du mein Kind bist und ich Dein Vater bin. (1. Johannes 3,1)
16. Ich biete Dir mehr, als Dein irdischer Vater es je tun könnte. (Matthäus 7,11)
17. Denn ich bin der vollkommene Vater. (Matthäus 5,48)
18. Jede gute Gabe, die Du empfängst, kommt aus meiner Hand. (Johannes 1,16)
19. Denn ich sorge für Dich und begegne Dir in allen Nöten. (Matthäus 6,31-32)
20. Mein Plan für Deine Zukunft ist immer Hoffnung. (Jeremia 31,3)
21. Weil ich Dich mit ewiger Liebe liebe. (Jeremia 31,3)
22. Meine Gedanken über Dich sind unzählbar, wie der Sand am Meeresufer. (Psalm 139,17-18)
23. Ich singe vor Freude über Dich. (Zefania 3,17)
24. Ich werde nicht aufhören, Dir Gutes zu tun. (Jeremia 32,40)
25. Denn Du bist mein wertvollster Besitz. (2. Mose 19,5)
26. Erfreue Dich an mir, und ich werde Dir die Wünsche Deines Herzens erfüllen. (Psalm 37,4)
27. Denn ich bin es, der diese Wünsche in Dich hineingelegt hat. (Philipper 2,13)
28. Ich kann mehr für Dich tun, als Du Dir vorstellen kannst. (Epheser 3,20)
29. Du vermagst alles durch mich, der Dich stark macht. (Philipper 4,13)
30. Denn ich bin Dein grösster Ermutiger. (2. Thessalonicher 2,16-17)
31. Ich schenke Dir Fähigkeit. (2. Korinther 3,5)
32. Ich gebe Dir Kraft und Besonnenheit. (2. Timotheus 1,7)
33. Ich bin auch der Vater, der Dich in allen Nöten tröstet. (2. Korinther 1,3)
34. Du kannst Dich in aller Not auf mich verlassen.
35. Wenn Du ein gebrochenes Herz hast, bin ich nah bei Dir. (Psalm 34,19)
36. Wie ein Hirte sein Schaft trägt, habe ich Dich an meinem Herzen getragen. (Jesaja 40,11)
37. Eines Tages werde ich jede Träne von Deinen Augen abwischen. (Offenbarung 21,4)
38. Ich stehe zu Dir.
39. Meine Fülle ist unermesslich. (139,17)
40. Ich stille Deine tiefste Sehnsucht.
41. Ich gebe Dir Liebe, welche die Furcht vertreibt. (1. Johannes 4,18)
42. Ich antworte Dir und befreie Dich aus all Deiner Not. (Psalm 34,5)
43. Ich bin Dein Vater und ich liebe Dich genauso, wie ich meinen Sohn Jesus liebe. (Johannes 17,23)
44. Denn in Jesus ist meine Liebe zu Dir offenbart. (Johannes 17,26)
45. Er ist das vollkommene Abbild meines Wesens. (Hebräer 1,3)
46. Und er kam, um Dir zu beweisen, dass ich für Dich und nicht gegen Dich bin. (Römer 8,31)
47. Ich bin das Wasser für den Durstigen.
48. Und um Dir zu sagen, dass ich Dir Deine Sünden nicht anrechne. (2. Korinther 5,19)
49. Jesus starb, damit Du und ich miteinander versöhnt werden können. (2. Korinther 5,18)
50. Durch Jesus ist Deine Schuld vergeben. (Epheser 1,7)
51. Durch Jesus bist Du gut genug. (2. Korinther 5,21)
52. Jesu Tod war der tiefste Ausdruck meiner Liebe zu Dir. (1. Johannes 4,9-10)
53. Ich gab alles hin, was ich liebe, um Deine Liebe zu gewinnen. (Römer 8,32)
54. Ich will nie mehr an Deine Sünden und bösen Taten denken. (Hebräer 10,17)
55. Wenn Du das Geschenk meines Sohnes annimmst, dann nimmst Du mich an. (1. Johannes 2,23)
56. Ich bin Dein Tröster.
57. Ich warte auf Dich.
58. Wer sich an meinen Sohn hält, wird nicht verurteilt. (Johannes 3,18)
59. Ich habe Dich bei Deinem Namen gerufen.
60. Und nichts kann Dich jemals wieder von meiner Liebe trennen. (Römer 8,38-39)
61. Bei mir findest Du Schutz. (Psalm 32)
62. Ich bin das Licht in der Finsternis.
63. Deine Gebete sind in meinem Gedächtnis. (Apostelgeschichte 10,5)
64. Aus Liebe habe ich Dich dazu bestimmt, dass Du mein Kind bist. (Epheser 1,5-6)
65. Nimm mich an und ich werde das grösste Freudenfest veranstalten. (Lukas 15,4-7)
66. Ich bin immer Vater gewesen und werde immer Vater sein. (Epheser 3,14-15)
67. Ich schenke Dir lebendige Hoffnung.
68. Ich frage Dich: Willst Du mein Kind sein? (Johannes 1,12)
69. Folge mir nach, ich rette Dich.
70. Ich warte auf Dich! (Lukas 15,11-32)
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