Machtspielchen! Auch bei Christen?

adult-education-572269_1280„Viele Chefs sind nicht unbedingt oben, weil sie besonders gut in ihrem Job wären, sondern weil sie die Machtspielchen beherrschen. Dazu gehört, sich grundsätzlich nie festzulegen, um keine Angriffsfläche zu bieten. Sie fördern inkompetente Menschen, um ihre Macht zu sichern.“ sagt Madeleine Leitner, Diplom-Psychologin und Karriereberaterin. Besonders Frauen trifft es, aber nicht nur. Wer in das Kreuzfeuer dieser Intrigen gerät, hat schwer daran zu tragen! Vom Kindergarten bis zum Altenheim verfolgt die Plage ihre Opfer. Gibt es Machtspielchen auch unter Christen? 

Macht bei den Frommen …

Weil es einen guten „Machtgebrauch“ gibt, wir aber auch einen fatalen „Machtmissbrauch“ zu beklagen haben, müssen wir von „Machtspielchen“ in der christlichen Gemeinde ausgehen. Denn die Ursache liegt im Menschen. In seinem Herzen, wie Albert Einstein schon feststellte: „Das Problem ist heute nicht die Atomenergie, sondern das Herz des Menschen.“ Und auch Stephen Hawking, den einige für den wohl klügsten Menschen der Welt halten, stellte unlängst fest: „Unser eigenes Verhalten ist eine größere Gefahr als Umweltkatastrophen. … Die Aggression sei der „größte Fehler der Menschheit.“ Der tatsächlich Klügste sagte: „Was jedoch aus dem Mund herauskommt, kommt aus dem Herzen, und diese Dinge sind es, die den Menschen unrein machen.“ (Jesus.)

Die Intrige

Eine Intrige (von lateinisch intricare „in Verlegenheit bringen“) – veraltet auch Kabale oder Ränke – ist eine Strategie einem Menschen oder eine Gruppe Schaden zuzufügen. Gustav Adolf Pourroy, Soziologe und Intrigenexperte, beschreibt drei Grundformen von Intrigen:

Der Billardstoß
Der direkte Angriff im Zusammenhang einer Vielfalt von Angriffen. Gerne in Form von Verleumdungen, Behauptungen, Demütigungen, Gerüchten … Wie eine Billardkugel trifft der Angriff auf die nächste Kugel und am Ende wird so die eigentliche Kugel erwischt und versenkt. Eine Kettenreaktion, die im „Idealfall“ so abläuft, wie der Intrigant es berechnet und beabsichtigt hat.

Die Achillesferse
Bei dieser Variante wird gezielt eine Schwachstelle des Opfers genutzt, um es zu treffen. Die berühmte „Leiche im Keller“, die Macke, eine Eigenschaft, Themen der Vergangenheit oder Gegenwart. Private oder berufliche Probleme. Fehlende Fähigkeiten, Wissenslücken … Kalt nutzt der Intrigant die Schwäche zu seinem Vorteil und für sein Ziel.

Das Komplott
Als Komplott bezeichnet man das zielgerichtete Handeln von mehreren Personen, die dabei Tricks nutzen. Das können also mehrere Kollegen sein die sich zusammen tun, um das Opfer zu Fall zu bringen: Die Übermacht der Vielen gegen den Einen. Eine Behauptung wird aufgestellt, durch die anderen Teilnehmer des Komplotts bekräftigt, bestätigt und verstärkt. Die Einheit der Vielen, die ja Recht haben müssen. Stetig wiederholte (beliebtes Machtspielchen!) Unwahrheit, besser: Teilwahrheit. Teilwahrheiten eignen sich ideal für Intrigen!

Erlöste Macht?!

Besondere Gefährdung!
Wo immer im Raum der Kirche der Umgang mit der Macht nicht erlöst ist, kommen diese Machtspielchen vor. In allen Varianten. Auf allen Ebenen. Das Fatale: Gerade die Vertrauensebene durch den gemeinsamen Glauben, die Offenheit füreinander als Glaubensgeschwister macht arglos. Man vermutet oder erwartet es nicht. Kann es sich nicht vorstellen. Hat es nicht auf der Rechnung.

Der ehrliche Blick des Evangeliums
Erlöst wird der Mensch, der Christ ist, durch das Urteil und die Begnadigung des Evangeliums: Denn das Kreuz zeigt auf, wie schlimm es um unsere Herzen steht. Und es zeigt auf, wie sehr Gott für uns ist. Dieser Raum, den das Evangelium öffnet, befreit uns zur Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit, weil wir beschenkt, gewollt und geliebt sind! (Mehr dazu in dieser Predigt.)

Selbstreflexion: Ehrlich werden vor Gott, mir selbst und anderen 
Selbstreflexion ist das „Power-Tool“ für Führungskräfte. Der Christ, der die Annahme durch Gott in Jesus erlebt wird zu einer ehrlichen Selbstreflexion befreit. Wer sonst könnte in die dunkelsten Ecken seines Lebens so zuversichtlich blicken, wie ein Christ es kann. Natürlich nur dann, wenn er ganz in dem zur Ruhe gekommen ist, was Jesus für ihn getan hat. Dann wirken wir Christen zwar nicht mehr so toll nach außen, so moralisch, überlegen und edel. Aber wäre das so ein Schaden?

Authentische Führungskräfte, die keine Machtspielchen betreiben, schon gar keinen Machtmissbrauch üben, braucht diese Welt! Solche Führungskräfte ehren Gott, öffnen kreative und produktive Räume und fördern das Leben. Das ist Gottes Idee!

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