FCG GIFHORN – AUS PARTYTEMPEL WIRD EINE KIRCHE

 Letztes Update: 17.4.2019

Liebe Leser des LEITERBLOGS. Gemeindeerneuerung. Veränderungsprozesse in einer Organisation. Ein Praxisbeispiel: Die Geschichte, die mit der FCG geschrieben wird, ist einerseits unspektakulär und besteht aus vielen kleinen, sehr alltäglichen Schritten. Aus Abstand betrachtet ist es aber eine – für uns – ganz besondere Story! Die Ereignisse der ersten 3-4 Jahre der Veränderung und Erneuerung haben wir für das Buch »Mission Zukunft« schon aufgeschrieben. Aktuell ist ein neues Kapitel der Geschichte im Werden, das unsere Tageszeitung mit der Headline »Aus Partytempel wird eine Kirche« versehen hat. Das Interesse in der Stadt ist groß. Deshalb erscheinen immer neue Berichte. Hier sind sie:


Unsere Presseerklärung zur Idee »KIRCHE im BRAUHAUS« ist hier zu lesen.


»KIRCHE im BRAUHAUS« im Pressespiegel

(16.4.2019) ALLER ZEITUNG:

Gifhorn. Von Uwe Stadtlich „Wir haben keinen Druck – alles nimmt seinen normalen Verlauf“, gibt sich Lothar Krauss, leitender Pastor der Freien Christengemeinde, jedoch gelassen. Der Nutzungsänderungsantrag(AZ berichtete) sei Mitte März bei der Stadtverwaltung eingereicht und gestellt worden. „Das Bauordungsamt hat in diesem Zusammenhang viele Details zu prüfen“, hat Krauss Verständnis dafür, dass die Verwaltung über den Vorgang noch nicht entschieden hat. „Es braucht eben seine Zeit, doch die zuständigen Sachbearbeiter sind dran“, sagt Krauss. Er macht noch einmal deutlich, dass die FCG am geplanten Brauhaus-Kauf festhält. Daran habe sich nichts geändert. „Wir sind mit der Eigentümer-Familie weiterhin gut im Kontakt“, so Krauss.

Weitere Unterlagen nachreichen

„Die Unterlagen für den Nutzungsänderungsantrag sind bei der Stadt eingegangen und wurden in der zuständigen Fachabteilung geprüft. Es müssen noch weitere Unterlagen nachgereicht werden. Mit den Bauherren wurde parallel dazu ein Abstimmungsgespräch vereinbart“, bezieht Stadtsprecherin Annette Siemer Position.

Gebuchte Veranstaltungen finden im Brauhausnoch statt

Selbstverständlich habe der Leitungskreis der FCG schon ein konkretes Konzept entwickelt, um nach dem Brauhaus-Kauf die Immobilie für Gemeindezwecke zu nutzen. „Die Pläne liegen bereits in der Schublade“, versichert der Leitende Pastor.

Salsa-Partys, Landfrauen-Frühstücke, Versammlungen oder Hochzeitsfeiern: Obwohl der offizielle Gastronomie-Betrieb im Brauhaus inzwischen eingestellt worden ist, finden gebuchte Veranstaltungen in der früheren Traditionsgaststätte weiterhin statt. „Das haben wir den Leuten versprochen, und selbstverständlich stehen wir zu unserer Zusage“, erklärt Krauss.

Bis zum Umzug bleibt Gemeinde an Pyritzer Straße

Bis zum Umzug ins Brauhaus nutzt die Freie Christengemeinde Gifhorn– sie wurde 1956 gegründet – weiterhin ihren Standort in der Pyritzer Straße. „Es gibt jedoch schon eine Vielzahl von Interessenten für den Kauf und die Nachnutzung dieser Immobilie“, erklärt Krauss. Die FCG verfügt in der Pyritzer Straße über drei Grundstücke mit einer Gesamtgröße von 2495 Quadratmetern. Darauf befinden sich das 1964 erbaute Gemeindezentrum (443 Quadratmeter) und ein Wohnhaus (121 Quadratmeter).

An wen die FCG ihr jetziges Gemeindezentrum veräußert, ließ Krauss offen. „Wir schauen uns die Konzepte der Kaufinteressenten an“, so der Leitende Pastor. Dabei gehe es um Nachnutzungspläne der jetzigen Gebäude. Auch ein Abriss sei denkbar.

Die Zahl der Gottesdienstbesucher stieg von 130 auf 320

Die FCG Gifhorn gehört zum Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden – der zweitgrößten Freikirche in Deutschland. Diesem Zusammenschluss gehören inzwischen 840 Gemeinden mit 56.000 Mitgliedern an. In Gifhorn besteht der Gemeindeleitungskreis aus elf Personen. 170 Menschen arbeiten zudem ehrenamtlich in der FCG mit. In den letzten fünf Jahren ist die Zahl der Gottesdienstbesucher in Gifhorn von 130 auf 320 gestiegen.


WENN CHRISTEN ZUEINANDER STEHEN!

(1.3.2019) Unser aktuelles Gemeindezentrum grenzt an die Liegenschaft der Katholischen St. Alfrid Gemeinde. Unser nächster Schritt (siehe unten) bewegt viele Leute unserer Stadt mit über 40.000 Einwohner. Nun hat ein Journalist im Ruhestand, Mitglied der Katholischen St. Alfrid-Gemeinde einen bemerkenswerten Beitrag in der Aller Zeitung als Impuls veröffentlicht. Das ist ein gelebtes Miteinander, das uns als FCG ein Beispiel und Vorbild ist:

UNSER NÄCHSTER SCHRITT

Nachdem Uwe Stadtlich, der Gifhorn-Redakteur der Aller Zeitung, mich gestern ausführlich interviewt hat, ist heute dieser Artikel erschienen. Einen Teil unserer Geschichte der Veränderung und Erneuerung haben wir hier erzählt.

Hinweis: Die Beiträge der Tageszeitungen sind im Original auf deren Portale aufrufbar.

12.2.2019

13.2.2019

14.2.2019

16.2.2019

19.2.2019

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ANTENNE NIEDERSACHSEN

Auch Antenne Niedersachsen berichtet über uns. 😁👊 Hier ist es zu hören!

GIFHORNER RUNDSCHAU
Die Gifhorner Rundschau hat uns auch interviewt und hat am Mittwoch den Artikel gebracht:

Kirche im Brauhaus? Das ist keine Frage, sondern wird Realität. Ab 1. April jedenfalls. Zu diesem Datum übernimmt die Freie Christengemeinde Gifhorn (FCG) das Gifhorner Brauhaus, eine Traditionsgaststätte der Stadt. Wie Pastor Lothar Krauss am Dienstag erklärte, möchte die Kirchengemeinde das Brauhaus als Gemeinde-, Kultur- und Begegnungszentrum fortführen. „Das Brauhaus passt sehr gut zu uns“, sagte Krauss. „Wir versuchen, eine Kirche am Puls der Zeit zu sein, und eine Band auf der Bühne ist für uns nichts Außergewöhnliches.“

Bisheriger Eigentümer ist die Gifhorner Familie Schlifski. Im Oktober habe es die ersten Gespräche mit den Besitzern gegeben. Das Konzept der Christengemeinde habe Gefallen gefunden, so entwickelten sich die Gespräche weiter. In diesen Tagen wird der Kaufvertrag vorbereitet. Krauss freut sich sichtbar. „Wir lieben das Leben!“ Das sei ein Motto der Christengemeinde, diese Motto solle gelebt werden – künftig eben im Gifhorner Brauhaus. „Wir wollen das Brauhaus mit Leben füllen, mit jungen Leuten“, sagte Krauss.

Dabei hatte es zunächst schlichte praktische Gründe, dass sich die Christengemeinde nach einem neuen Domizil umschaute. Aufgrund wachsender Mitgliederzahlen und steigenden Interesses war es eng geworden in den Räumen an der Pyritzer Straße, einer Seitenstraße am Calberlaher Damm. Etwa 170 Menschen arbeiten ehrenamtlich in der FCG. Aufgrund der großen Nachfrage mussten sogar die Gottesdienste geteilt werden, der erste um 9.30 Uhr, der zweite um 11.30 Uhr. Heiligabend kamen zum Beispiel mehr als 800 Besucher in die Gottesdienste. Kurzum: Der Gemeinde fehlten räumliche Möglichkeiten, sich zu entfalten.

Erste Gespräche über einen Ortswechsel habe es auch mit Gifhorns Bürgermeister Matthias Nerlich gegeben. Verschiedene Möglichkeiten wurden geprüft bis dann schließlich erstmals das Stichwort Brauhaus fiel. Und bei dem Stichwort leuchten Krauss’ Augen: „Die Möglichkeiten für Veranstaltungen und die gastronomischen Voraussetzungen sind toll, damit lassen sich viele neue Projekte für Gifhorn entwickeln.“ Denkbar sei beispielsweise der Betrieb eines Cafés. Bereits Pläne hat Krauss für die Räume, in denen einst die Braukessel standen. Dort könnte ein Kinder- und Jugendzentrum entstehen.

Kritikern des geplanten Kaufs entgegnet Krauss: Die bereits zugesagten Hochzeiten im Brauhaus bleiben durch den Besitzerwechsel für alle Paare unberührt. Und ansonsten gelte das Motto „Suchet der Stadt Bestes!“ Die Gemeinde möchte zum Guten der Stadt wirken.

Auch wenn Krauss es mit einem Augenzwinkern und Schmunzeln sieht: Ganz ausschließen, dass dort wieder Bier gebraut wird, wollte er nicht. Schließlich würde die Gemeinde damit ja die gute alter Tradition der Mönche fortsetzen, die sich einst perfekt auf die Braukunst verstanden.

Für den Pastor passe das Brauhaus sehr gut zur Persönlichkeit von Christus: „Jesus aß, trank und feierte. Er war abenteuerlustig und revolutionär, aufbrausend und scharfsinnig. Er erlebte Einsamkeit und Geborgenheit, Freund- und Feindschaft, Brutalität und Zärtlichkeit. Und er steht zu uns – auch künftig im Brauhaus!“

Finanziert wird der Kauf ausschließlich über Spenden. Die Freie Christengemeinde erhält kein Geld aus der Kirchensteuer, ist eine Körperschaft öffentlichen Rechts. „Wir sind eine vom Staat anerkannte Kirche, steuerlich als Religionsgemeinschaft geführt. In Deutschland sind wir Gastmitglied in der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK), in der Evangelische Kirchen, die Katholische Kirche, die orthodoxen Kirchen und auch viele Freikirchen zusammenwirken“, erklärte Krauss.

Zum Kaufpreis selbst wollte der Pastor keine Angaben machen. Die Summe von 1,8 Millionen Euro wollte er weder bestätigen noch dementieren.


Hallo Wochenende berichtet ebenfalls zur Entwicklung, und lässt dabei auch Kultbahnhof-Chef Volker Schlag und Nadine Gaumert vom Grille-Team zu Wort kommen. Hier geht es zum Artikel.

Auch Dehoga-Chef Armin Schega-Emmerich kommt zu Wort. Mit Herrn Schega-Emmerich habe ich persönlich ein gutes Gespräch geführt. Denn die FCG will ja mit dem Konzept »Kirche im Brauhaus« auch das kulturelle Leben unserer Stadt bereichern. Unsere gastronomischen Perspektiven sind lebendig, sie müssen allerdings auch realistisch zum Bedarf der Stadt passen.


Das evangelische Nachrichtendienst IDEA hat über uns in IDEA online, im Pressedienst und im Magazin idea Spektrum berichtet.


Auch in der Schweiz wird die »FCG – BRAUHAUS-SACHE« beachtet. Das große Webportal „Livenet.ch“ berichtet hier. Ich habe den Redakteur direkt darauf hingewiesen, dass einige Aussagen so nicht zutreffen. Zum Beispiel ist der Vertrag noch nicht unterschrieben, sondern wird erst vorbereitet. Auch gab es in Gifhorn lange vor uns starke geistliche Aufbrüche. Ich denke dabei an die Gottesdienste spontan innerhalb der Evangelischen Landeskirche in Verbindung mit dem Marburger Kreis … Und natürlich geht es der FCG im Brauhaus um Jesus. Und deshalb auch um Begegnung, Lebensfreude, Kunst, Kultur, Kulinarisches, Musik, Literatur, Gesellschaft, Wirtschaft … Wir wollen im BRAUHAUS keine Verengung, sondern den weiten Horizont sehen. Warum? Mit Christus im Zentrum eröffnet sich immer ein weiter Horizont, der alle Bereiche des Lebens berührt! Das soll die FCG im BRAUHAUS prägen. Das soll ein Segen für Gifhorn sein.


Hier ist der Beitrag zur FCG – BRAUHAUS Sache verfügbar, der bei BFP Aktuell erschienen ist!

 

Über Lothar Krauss

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4 Antworten zu FCG GIFHORN – AUS PARTYTEMPEL WIRD EINE KIRCHE

  1. Hartmut Knorr schreibt:

    glückwunsch, lothar👍👍👍 ich freue mich mit euch. lg hartmut

    Von meinem iPhone gesendet

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  2. Tim Sukowski schreibt:

    Lothar, Du Rakete! Das ist genial! Alles Gute Euch! High 5, Tim

  3. Clemens Tröger schreibt:

    Wow! Das ist eine super Neuigkeit! Kirche im Brauhaus -einfach klasse. Das wird sicherlich viele Neue anziehen. Der Dornröschenschlaf ist vorbei – super! =)
    Euch viel Freude, Kraft und Mut für den Umzug und für alles Neue!
    LG, Clemens

  4. Kai Flottmann schreibt:

    Eure Story wird immer besser! Und das ist erst der Anfang! Herzlichen Glückwunsch!

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