STRESS: 3 goldene Regeln, um dem Hamsterrad zu entkommen

DeppBin ich hier der Depp? Viele empfinden sich als Getriebene. Schon Kinder sind im Stress. Aber auch Schüler, Eltern, Berufstätige, Rentner … Immer mehr Arbeitnehmer beklagen vier Arten von Symtome: emotionale, soziale, intellektuelle und körperliche Symptome! Sie fühlen sich frustriert, gleichgültig und zynisch.  Martin Wehrle, Deutschlands bekanntester Karrierecoach greift in „Bin ich hier der Depp?“ diese Erfahrung auf, analysiert sie und gibt drei goldene Regeln dazu, die uns schützen sollen:

 1. Bewachen und verteidigen Sie Ihre Grenzen!

Ziehen Sie die Grenze um Ihr Privatleben so, dass niemand sie übersehen kann. Machen Sie zum Beispiel deutlich, dass Sie nach Feierabend und im Urlaub nicht erreichbar sind.

2. Schützen Sie sich vor Selbstausbeutung!

Wenn Sie selbst es sind, der seine Grenzen von innen heraus angreift: Setzen Sie sich nicht unter Druck. Gestehen Sie sich Fehler zu. Machen Sie Pausen.

3. Schließen Sie einen Selbst-Vertrag!

Seien Sie verbindlich sich selbst und Ihren Bedürfnissen gegenüber! Halten Sie die Grundsätze, mit denen Sie Ihre Grenzen bewachen möchten, schriftlich fest und prüfen Sie regelmäßig nach, ob Sie sie einhalten. Ziehen Sie ggf. einen Außenstehenden als „Richter“ hinzu.

Was das Buch sonst so anstößt …

„Dem Arbeitsmarkt des neuen Jahrtausends sind alle Sicherungen durchgebrannt.“ Die Arbeitsmenge wächst, während die Sicherheit der Arbeitsplätze schwindet. Das sorgt für Stress. Immer mehr Arbeitnehmer beklagen vier Arten von Symtome: emotionale, soziale, intellektuelle und körperliche Symtome! Sie fühlen sich frustriert, gleichgültig und zynisch. Vereinsamen und weichen Konflikten aus. Erleben sich entscheidungsschwach und überfordert. Können nicht durchschlafen und sind erschöpft. Christliche Führungskräfte können da nicht zur Tagesordnung übergehen!

Das ist nicht normal. Das kann so nicht bleiben!

Das müssen wir zur Kenntnis nehmen. Dagegen müssen wir aufstehen. Es ist an der Zeit, neue, gesunde Gedanken zu denken. Martin Wehrle, tut das mit seinem Buch auf kenntnisreiche und umfassende Art. In guter Sprache und gespickt mit vielen Berichten von Betroffenen und wachen Beobachtungen zu den Entwicklungen in unserer Arbeitswelt.

Er denkt weiter, lässt sich nicht von der gesellschaftlichen Stellung der Arbeit einschüchtern und reißt dem vermeintlichen „Heilsbringer Beruf“ die Maske vom Gesicht. Auch viele Christen gehen diesem falschen Gott in die Falle! Tim Keller öffnet in besonderer Art Christen in seinen Büchern „Es ist nicht alles Gott was glänzt“ und „BERUFung“ den Blick dafür.

Fatale Folgen

Das wirkt sich fatal auf die engsten Beziehungen, die Ehepartner, die Kinder aus. Auch das gesellschaftliche Engagement ist davon berührt und als Christen stellen wir die Frage, wie diese Arbeitnehmer ihre „Berufung“ von Gott mit ihrem Leben folgen können und ihre Gabe in der Gemeinde einbringen (1. Korinther 12-14; Römer 12, 1. Petrus 4,10) werden, wenn sie von der Arbeit völlig fertig gemacht werden. Martin Wehrle sagt: „Die typische Arbeit der Gegenwart ist eine pervertierte Form, eine Zwangsarbeit mit gesellschaftlichem Segen.“ In unserer Gesellschaft hat ein stillschweigendes Abkommen mit diesem Gott geschlossen, das unser Leben jetzt schwer belasten kann. Wehrle gelingt es auf 388 Seiten ein lebendiges, konkretes und kluges Bild dieser Entwicklung aufzuzeigen und aufzurütteln.

Sollten wir das hinnehmen?

Zur Zeit haben noch die wenigsten Menschen den Mut diesem Arbeitswahn die Stirn zu bieten. Auch kaum Christen! Aber das sollte nicht so bleiben, das darf nicht so bleiben! Was kann getan werden? Nach der klaren und nachvollziehbaren Analyse auf den ersten 260 Seiten bietet er sehr nachdenkenswerte Vorschläge auf den restlichen 120 Seiten an. Sie erfordern allesamt Mut, wenn man sie umsetzen will. Aber Verantwortung zu übernehmen ist immer eine mutige Angelegenheit.

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