Update Mannheim: Ein dickes Brett bohren!

Etliche verfolgen ja meinen Weg in Mannheim. Unsere Aufgabe in der VM Mannheim ist der sechste Prozess einer Gemeindeerneuerung, auf den sich meine Frau und ich eingelassen haben. Es ist unsere Berufung seit Ende der 1980er Jahre, solche Prozesse zu initiieren. Andere gründen neue Kirchen, unsere Leidenschaft sind Gemeinden mit Geschichte, die eine Erneuerung brauchen, um ihre Berufung weiterhin zu leben. Die ersten 100 Tage in Mannheim liegen bereits hinter uns. Wie läuft’s, fragen uns viele Leute. Zeit, wieder einmal ein paar Takte zu verlieren:

Ein dickes Brett!

Die VM Mannheim ist sicher die Kirche der sechs Gemeinden, die das „dickste Brett“ ist. Fakten sind Freunde, ganz gleich wie man darüber denkt. So müssen wir uns – wie ein Navi – beim „Satelliten“ einbuchen, zunächst den Standort bestimmen lassen, die Route eingeben und loslegen. Der Weg hier vor Ort ist nicht ganz einfach, das darf man offen sagen. Aber so lange das Ziel stimmt?!

Aber wann immer ich mich „beim Himmel“ beklage kommt der Hinweis, dass ich das sein lassen kann. Jetzt, in der letzten Phase meiner beruflichen Dienstzeit wäre doch die Erfahrung ausreichend gewachsen, eine herausfordernde Situation zu meistern. So muss ich mich in Selbstleitung und Geduld üben, um jeden Tag mein Bestes für die VM zu geben. Und das ist mir wichtig und mein Bestreben. 

Das läuft gut!

Bevor ich auf die „Dicke“ des Bretts zu sprechen komme, beginne ich mal bei dem, was klasse ist. Und das ist nicht wenig!!!

DIE LEITUNG DER GEMEINDE!

Da sind die Leute der Leitung zu nennen. Leiter, denen die Kirche wirklich wichtig ist. Darüber hinaus stehen sie voll hinter uns. Sie ermutigen und unterstützen uns regelmäßig! Das tut so gut. Sie bringen ihre Gaben mit an den Start und lassen sich die „Sache Gemeinde“ wirklich etwas kosten. Ich bin mir sicher, dass sie manchmal schon stöhnen. Und ich gebe zu, dass ich sie auch ganz gut herausfordere. Aber sie ziehen mit. Ganz ehrlich: Wie wollte man eine Gemeinde auf den Pfad der Erneuerung führen, wenn die Gemeindeleitung nicht einig ist und an einem Strang zieht? Geht nicht. Gar nicht!

TOLLE MITARBEITENDE!

Und dann stehen mir direkt viele Menschen der Gemeinde vor Augen, die echte Perlen sind. Ihr Herz für die VM und ihr Investment sind ein Schatz. Manche von ihnen investieren zu viel! Da haben wir gleich gedacht: „Das geht nicht gut!“ Hier aber erst einmal die positive Seite: Ohne sie würde vieles nicht gelingen. Denn: Wie wollte man eine Gemeinde in die Zukunft führen, wenn nicht Leute den Platz der Berufung einnehmen und dabei fleißig und bescheiden sind? Diese Leute bewirken einen großen Unterschied für die ganze Gemeinde! Das bringt Spaß und motiviert mich definitiv!

BEWEGENDE GOTTESDIENSTE!

Die Gottesdienste! O.k., da sind noch Wege zu gehen. Aber: Atmosphärisch haben wir bereits viele starke, bewegende Momente zusammen erlebt. Augenblicke, wo „der Himmel die Erde berührt!“. Das bekommt man im Livestream nicht so mit. Aber „live und in Farbe“ dabei zu sein, ist ganz besonders. Unser Musik-Team spielt dabei immer wieder eine Schlüsselrolle.

Diese Momente in Gottes Gegenwart sind auch für mich einfach genial. Auf der Bühne fühle mich pudelwohl. Mir wird ein großes Vertrauen und Offenheit entgegengebracht. Wenn ich predige habe ich oft den Eindruck, schon viele Jahren hier zu sein. Wir fühlen uns wohl in unserer Gemeinde! 🤩

UNSERE REIHE ZUM START!

Ich bin mit der Reihe: „Frag immer erst warum?“ gestartet, um eine gemeinsame Grundlage zu legen. Die hat total gezündet. Andere Kollegen übernehmen sie gerade für ihre Neuausrichtung nach Corona. Warum diese Reihe? Sepp Herberger, einer der berühmten Söhne der Stadt, hat die markante Beschreibung geprägt, worum es im Fußball geht: „Das Runde muss in das Eckige.“ In Gemeinden, die einen Prozess der Erneuerung anstreben, müssen sich alle Spielgestalter, Mitspieler und Unterstützer immer neu über diese Grundwahrheiten und den Grundauftrag klar werden.

„Das Runde muss in das Eckige.“

Darum ging es mir mit der Reihe auch für die VM Mannheim. (Die Videos sind auf dem YouTube Kanal und bei allen Plattformen für Podcast oder auf unserer Homepage zu hören. Podcast: Einfach nach VM Mannheim suchen.)

Die meisten Predigten halte ich zur Zeit selbst! Warum? Zu Beginn möchte ich eine Spur zu legen und der Gemeinde mein Herz zeigen. Vertrauen ist ja die „Währung des Leiters“. Wie kann die Mannschaft mir und uns folgen, wenn sie unser Herz nicht kennt? Bald ändert sich das. Zum Einen halte ich das ja nicht durch, andererseits baut eine Kirche auf dem Beitrag unterschiedlicher Berufungen und Begabungen auf, die zusammenwirken. Das gilt auch für die Verkündigung. So bauen wir im nächsten Schritt ein Predigtteam aus der VM auf und haben für 2022 zusätzliche Unterstützer von außen eingeladen.

NEUE LEUTE!

Schließlich: Viele neue Gesichter tauchen in den Gottesdiensten auf. Und auch die ersten VIP’s (Leute, die mit dem Glauben noch keinen Geschichte haben). Das ist mega! Nichts beschleunigt die Erneuerung einer Gemeinde mehr als VIP’s, die zum Glauben kommen. Vor allem, wenn es die eigenen Freunde, Verwandte, Familie … sind. 

Die dicken Bretter?

Da gibt es auch einiges zu berichten. Der Post dazu kommt nächsten Montag. Am kommenden Mittwoch haben wir ein Gemeindeforum, in dem wir die Einsichten aus den ersten 100 Tagen zuerst weitergeben. Dann aber auch für euch Blogleser. Mit der Gemeindeleitung habe ich vor Beginn des Dienstes vereinbart, dass wir ehrliche und offene Einblicke in unsere Situation auf dem Blog weitergeben werden. In der Hoffnung, dass es anderen Kirchen, Gemeinden und Leitenden dient.

Also, seid gespannt was wir berichten werden 😬🤭😁💪.

Weitere Einblicke aus den ersten 100 Tagen sind auch hier auf dem Blog zu lesen.

 

Über Lothar Krauss

Ehemann | Vater | Pastor | Blogger | Netzwerker
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2 Antworten zu Update Mannheim: Ein dickes Brett bohren!

  1. Bernd Krebs schreibt:

    O Mann, ich bin gespannt!

  2. Pingback: Update Mannheim: Ein dickes Brett bohren! (2) | DER LEITERBLOG

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