Sechs Beziehungen, die jede Führungskraft braucht! (1)

Vitamin B ist immer gut. Beziehungen, die einen stärken, tragen, korrigieren, ermutigen, prägen, begleiten … Wir werden in ein Beziehungsumfeld geboren (Eltern, Familie, Verwandte …). Diese Beziehungen prägen uns ein ganzes Leben. Auch eine Führungskraft braucht Beziehungen. Ganz unterschiedliche. Manche Leiter erleben, dass sie proportional zu ihrer Verantwortung immer einsamer werden. Welche Beziehungen sind für die Führungskraft nötig?

Ich und Du

Martin Buber hat 1923 das „dialogische Prinzip“ beschrieben. DU und ICH sind dabei Grundworte. „Am DU werden wir erst zum ICH.“ schreibt er. Seine Grundüberzeugung klingt an: „Alles wirkliche Leben ist Begegnung.“

Sechs „Varianten des DU“ braucht eine Führungskraft, um sein ICH gut zu entwickeln und selbst zu führen. Ich stelle sie in 6 kurzen Beiträgen an den nächsten Donnerstagen auf dem Leiterblog vor.

„Der Boss“ – jemand, der mir etwas sagen darf!

Überraschung: jeder Leiter braucht (s)einen Leiter. Jeder Chef einen Chef. Jede Führungskraft eine Führungskraft. Wem hast Du diese Rolle in Deinem Leben eingeräumt? Diese Beziehung ist nötig, um selbst eine gute Führungsperson zu werden und zu sein!

Was ist der Nutzen? Zunächst einmal: Wenn ich mich selbst reflektiere komme ich zum Ergebnis, dass ich heute bin der ich bin, weil andere Führungskräfte Einfluss auf mich nehmen konnten. Das waren Menschen, die meine Begabung und Berufung meines Leben erkannten, sie bestätigten und mir die Gelegenheit gaben, in die Rollen hineinzuwachsen. Leiter, die mich ermutigten, stärkten und in Herausforderungen stellten, die ich mir selbst nie zugetraut hätte. Das wirkte wie ein Katalysator.

Sie konnten und können mir etwas sagen, weil ich die Entscheidung getroffen habe, auf andere hören zu wollen. Ich brauche Leute, bei denen ich mich nicht herausreden, herauswinden oder abhauen kann. Ich möchte rechenschaftspflichtig sein, hören müssen, mir etwas sagen lassen. Das hilft mir sehr, um zu reflektieren, mich neu zu sortieren und zu ordnen, zu verändern … „Unter höherem Befehl“ zu stehen war und ist eine unverzichtbare Charakterschule für mich geworden.

Es hat mich bewahrt, gefördert und geformt.

FRAGE: Wer sind die Menschen in Deinem Leben, die diese Rolle in Deinem Leben übernommen haben? Die Dir gut tun, auch wenn es für einen Moment vielleicht weh tat?

Über Lothar Krauss

Ehemann | Vater | Pastor | Blogger | Netzwerker
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