KONGRESSERFAHRUNG EINER FÜHRUNGSKRAFT

Der Kongress christlicher Führungskräfte (KCF) ist seit vielen Jahren ein Treffpunkt für Führungskräfte, die werteorientiert Verantwortung tragen wollen. Über 3200 Teilnehmer trafen sich Ende Februar in Karlsruhe. Unter ihnen auch Thorsten Busch, Führungskraft in der Wirtschaft und seit langer Zeit Leser des LEITERBLOG’s. Ich habe ihn gebeten, seine Eindrücke vom Kongress für uns aufzuschreiben. Hier sind seine Impressionen:

Impressionen eines Erstbesuchers

Nach über acht Jahren Arbeit als Führungskraft (Abteilungsleiter) in einem internationalen Software und Dienstleistungsunternehmen habe ich nun doch noch an einem KCF teilgenommen. Meine Mutter hatte mich immer wieder ermutigt, wenn sie die Anzeigen in der idea fand. Nun war die Gelegenheit günstig: Karlsruhe ist nur 90 Minuten entfernt, gute Freunde wohnen nur 10 Minuten von der Messehalle entfernt und über den Firmengebetskreis wurde eine Gruppenanmeldung organisiert.

Um das Fazit vorwegzunehmen: meine Erwartungen wurden übertroffen. Eine runde Sache mit einer sehr geschäftigen aber dennoch entspannten Atmosphäre bei knapp 3200 Teilnehmern, davon circa 500 Menschen unter 35 Jahren. Am meisten haben mich die Referenten aus verschiedenen Hintergründen (geschäftlich wie konfessionell) beeindruckt. Die Themenpalette ging von Künstlicher Intelligenz über „Kingdom Business“ oder „Social Venture Capital“ bis Führung auf christlicher Grundlage. Zusammengehalten wurden die Themen vom kongenialen Moderatorenduo Maren Hoffmann-Rothe und Johannes Warth, selten eine solche Mischung von Wertschätzung, Tiefgang und Humor gesehen. Bemerkenswert war auch der Nachklang zu jedem Vortrag des Plenums: Michael Schlierf am Klavier gelang es mit seiner Improvisation Themen aufzugreifen und Momente der Reflexion zu schaffen. Genial! Apropos Musik: mit Albert Frey und Lother Kosse und dem Liederschatz Projekt war der Freitag abend sehr berührend.

Meine persönlichen Highlights

Vor seinem eigentlichen Vortrag „Wie Sie unvermeidlich glücklich werden“ brachte Dr. Manfred Lütz mich mit einer Form von Büttenrede so zum Lachen wie schon lange nicht mehr. Für ihn als Kölner waren Düsseldorf und die Westfalen die natürliche Zielgruppe. Auch die Verwendung des Wortes „Inklusion“ (inclusio – die Einsperrung) statt der besseren Wahl „Integration“ brachte er humorvoll auf den Punkt.

Eine besondere Freude war es mir Swen Schönheit live zu erleben. Sein Seminar „Menschen mit Format –  Jesus als Inspiration für Führungskräfte“ hatte mehr Zuhörer als vorhandene Sitzplätze. Inspirierend war wie mit Klarheit eigentlich bekannte Dinge neu ins Bewusstsein gerufen wurden. Nach Johannes 10 zeigt ein hirtlicher Leiter u.a. ehrliches Interesse an Menschen und baut Vertrauen auf, kommuniziert klar, eindeutig und persönlich sowie dient selbstlos und schützt die ihm Anvertrauten.

Besonders bewegt hat mich das Interview mit Alexander Neufeld und seinem Vater David Neufeld, dem Gründer des Neufeld Verlags, eine bemerkenswerte Familie. Mit dem kleinen Blick hinter die Kulissen bekomme ich noch eine andere Sicht auf die Früchte des Verlags.

Aber auch andere Menschen haben mir wertvolle Impulse gegeben: Lord Stephen Green mit seinem Blick auf Deutschland, Dr. Markus Spieker mit seinen Erfahrungen aus Asien oder Thomas Middelhoff mit dem (Ein-)Sichten eines Topmanagers im Gefängnis.

Der Ort des nächsten Kongresses in 2021 steht noch nicht fest, wahrscheinlich bin ich wieder mit dabei.

Weitere Infos zum Kongress wie die Redner (sehr breites Spektrum!), das Programm und die Themen stehen auf der Homepage des KCF bereit.

Fotos: privat, KCF Homepage Bildschirmfotos

BONUS

Link: Rainer Wälde, ein langjähriger Freund, berichtet aus einer weiteren Perspektive vom KCF19. Toller Beitrag für Führungskräfte, die für den Auftritt und die Ausrichtung ihrer Organisation Impulse aufnehmen wollen.

Über Lothar Krauss

Ehemann | Vater | Pastor | Blogger | Netzwerker
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