35 Theologiestudenten auf 340 Stellen?

Landeskirchen sprechen schon lange über diese Entwicklung und suchen Wege aus der Krise. 35 : 340 – das ist aber Rückmeldung aus der freikirchlichen und gemeinschaftsbewegten Szene. Was kommt auf Gemeinden zu?

Der Rektor des Theologischen Seminars St. Chrischona (tsc), Benedikt Walker, berichtete diese Zahl von einer Veranstaltung, bei der sich Gemeindeverbände aus Deutschland und der Schweiz als potenzielle Arbeitgeber vorgestellt hatten. Dabei seien auf 35 Theologiestudenten 340 Stellenangebote gekommen. Gut, man müsste etwas mehr Kontext haben, um diese Quote gute einordnen zu können. Obwohl, ich selbst kenne attraktive Ortsgemeinden, die trotz starker Bemühungen, keine passende Person für die Leitungsaufgabe finden.

Was sind die Gründe?

Walker sieht als Hauptgrund für den Pastorenmangel die demografische Entwicklung. Derzeit gingen die geburtenstarke Jahrgänge der Babyboomer in den Ruhestand, während der Anteil junger Erwachsener an der Bevölkerung zurückgehe. Ich bemerke in mir eine gewisse Skepsis, dass das der Hauptgrund sein soll. Sicher, die Statistik könnte einem das nahelegen und logisch erscheint es tatsächlich. Auch hierzu bräuchte ich sicher noch mehr Kontext, um das abschätzen können.

Ich sehe etliche Gründe aus meiner eigenen Berufspraxis und der Arbeit als Coach, die weitere Aspekte ins Gespräch bringen: