Bücher, die es „in sich“ haben …

Im Sommer hatte ich viel Zeit, um ein tolles Spektrum an Büchern aus unterschiedlichen Themenfeldern zu lesen. Not every reader is a leader but every leader is a reader! – Ihr erinnert euch?!!!

Zurück zum Sommer. Ich muss sagen, es ist schon sehr genial, was Autoren so zu Papier bringen! Respekt. Ein paar der Bücher, die mir durch die Hände gingen, werde ich in den kommenden Wochen hier vorstellen. Immer am Donnerstag 😊 erscheint der Post.

Ein Buch möchte ich schon mal kurz herausgreifen. Warum? Weil es sehr großartig ist, ich noch mittendrin stecke und kurzfristig nicht in der Lage sein werde, es angemessen zu besprechen. Und dennoch möchte ich euch den Tipp frühzeitig geben. Es ist einfach zu spannend, dieses Buch! Neugierig geworden? Hier kommt es:

Da liegt es auf meinem Tisch

Angekündigt war es schon länger. Einige umfangreiche Werke zum Thema habe ich schon gelesen. Und nun noch ein Buch. Ist nicht schon alles gesagt? Vielleicht nicht von allen, wie Karl Valentin meinte. Bringt das Buch, dass ich euch heute kurz ins Blickfeld rücken möchte, einen Mehrgewinn? Lohnen sich die 1000 Seiten? Ich stecke mittendrin, aber schon jetzt ist für mich klar: das lohnt sich! Ihr solltet unbedingt einen Blick riskieren!

JESUS – EINE WELTGESCHICHTE

Markus Spieker hat ein monumentales Werk veröffentlicht. Aber keine Angst! Auch wenn man nicht 1000 Seiten am Stück lesen will, ist es ein großartiges Stück Literatur geworden, das einen über längere Zeit begleiten kann. Immer einen kleinen Abschnitt.

Spieker selbst hat 7 Jahre gebraucht, um es abzufassen. Mehr als 1000 Bücher hat er dafür gelesen und – sprachmächtig wie er ist – die gewonnenen Einsichten, Gedanken und Thesen in einen wunderbaren Text verwandelt, der sehr angenehm und verständlich zu lesen ist.

Mich der Person von Jesus durch die Brille des Historikers anzunähern, ist sehr lohnend! Ich denke, dass das auch für Leute gilt, die mit dem Glauben nichts anfangen können, als auch für Leute, die ganz intensiv mit Gott unterwegs sind. Jesus, dass ist die Person der Geschichte, die man kennen und verstehen sollte, um die eigene Kultur besser zu verstehen!

Ist der Mann kompetent?

Um die zu erwartende Qualität eines Buches etwas einschätzen zu können, ist die Frage nach dem Autor unumgänglich. Wer schreibt da? Welche Kompetenz bringt er oder sie ein? Warum sollte mich das Buch beschäftigen, wo doch „Des vielen Büchermachens kein Ende ist …“ wie schon im Alten Testament steht (Prediger 12,12)? Hier ein paar Stichworte zum Autor:

Spieker ist promovierter Historiker, er sollte sein Handwerk also gut beherrschen. Und wirklich: er tut es, soweit ich das beurteilen kann. Und das ist – inhaltlich gesprochen – ja nur in Teilen möglich.

Der Chefreporter des MDR war zuvor als Leiter des ARD Hauptstadtstudios in Südasien und viele Jahre Fernsehkorrespondent der ARD in Berlin. Die erworbenen Fähigkeiten bringt er in JESUS voll zur Geltung.

Gutes Handwerk!

Das Buch selbst ist als Buch gutes Handwerk! Der Verlag hat keine Kosten und Mühen gescheut. Es liegt wunderbar in der Hand. Tolles Papier wurde für das Innenleben verwendet. Der Schriftsatz arbeitet mit einem genialen Zeilendurchschuss, der ein außergewöhnlich angenehmes Leseserlebnis ermöglich! Das gibt es nicht zu oft. Danke Fontis! Die 30,00 €, die „der Schinken“ kostet, sind absolut gerechtfertigt!

Die Geschichte von Jesus als welthistorisches Epos

In der Vorstellung des Buches lesen wir diesen Text: „Sieben Jahre hat Markus Spieker an seinem monumentalen Jesus-Buch gearbeitet. Nun legt er eine Christus-Biographie vor, wie es noch keine gab. Auf mehr als 1000 Seiten erzählt er die Geschichte von Jesus als welthistorisches Epos: von den Anfängen der Zivilisation bis zur Corona-Krise. Den Schwerpunkt der Darstellung bildet das Leben des Messias bis zur Passion und Auferstehung sowie die Ausbreitung des Evangeliums im 1. Jahrhundert.“

So ist es. Spieker beginnt also beim Höhlenmenschen und nimmt uns bis zum versprochenen Himmel mit. Eine Reise, die der Frage nach Gott, nach Jesus vielschichtig nachspürt. Wobei die Person von Jesus der Fokuspunkt ist. Schon in den Abschnitten, die ich bislang gelesen habe wird deutlich: Es ist brillant geschrieben, klug reflektiert und umfassend in der Darstellung.

Wer sollte das Buch lesen?

  • Leute, die keinen Bezug zum Glauben haben: Weil wir unsere Geschichte, unser Denken und unsere Kultur kaum erfassen und verstehen, wenn wir uns nicht mit der Person Jesu und der Frage nach Gott beschäftigen.
  • Leute, die freundlich-skeptisch sind: Spieker nimmt auf Gedankenwege mit, die wertvolle Impulse und Anregungen für Skeptiker bieten. Und für Impulse und Anstöße sind skeptische Menschen doch gerne zu haben, oder?
  • Leute, die im Glauben verwurzelt sind: Zu denen gehöre ich auch. Ich denke, dass unser Horizont richtig ordentlich geweitet wird. Und das ist gut, nicht zu eng, schon gar nicht mit Scheuklappen zu denken und zu leben, oder. Begründet und überlegt zu leben, auch zu Glauben, das macht doch Sinn!

O-Töne

  • Markus Spieker selbst hat sich zum Hintergrund des Buches hier geäußert.
  • Markus Spieker spricht im Gebetshaus Augsburg. Thema Jesus: Eine Richtigstellung

Inhaltsverzeichnis & Leseprobe

Eine Leseprobe gibt es hier. So kann man schnell einen Eindruck von Stil und Inhalt gewinnen.

Zwischenfazit

Ich freue mich darauf, mich weiter ins Buch einzugraben. Bin aber auch gespannt, ob meine positiven Ersteindrücke sich weiter bestätigen werden. Und mich interessiert, was fachkundige Kritiker zu den Inhalten schreiben werden. Der Diskurs, den das Buch auslösen wird, ist auf alle Fälle klasse.

Jesus. Eine Weltgeschichte
Dr. Markus Spieker
Fontis Verlag, 2020, 1004 Seiten, 30,00 €

Über Lothar Krauss

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