PERRY NOBLE: Weitere ungewöhnlich offene Einblicke!!!

perry-nobleEs war ein Paukenschlag, als die Entlassung von Perry Noble als leitender Pastor der NewSpring Church 2016 bekannt wurde. Alkoholprobleme, eingeschränkte Korrekturfähigkeit … So offen ist selten über die Hintergründe der Demission einer exponierten Führungskraft geöffnet worden. Geht das gut? Kommt jetzt eine Schlammschlacht? Wie geht es weiter? Perry Noble geht sehr offen mit der Situation um. In seiner Podcast für Leiter hat er auf Fragen reagiert, die ihn erreichen. In typischer „Noble-Manier“: Offen, direkt, ehrlich. Hier eine Zusammenfassung:

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Frage: Was ist passiert? 

Perry gibt eine kurze Zusammenfassung von dem, was vorgefallen ist. Vor 5-6 Jahren begannen seine Probleme in der Ehe. Er hatte viel Stress, aber auch Ängste und Depressionen. Vor 2 Jahren begann er dann diese Probleme mit Alkohol zu »behandeln«. Ich brauchte es, um klarzukommen.“

Was ich anfangs noch kontrollierte, fing an mich zu kontrollieren.

Seinen Weg dorthin beschreibt er so: „Es ist wie mit jeder anderen Sünde in unserem Leben. Zuerst habe ich die Sünde »kontrolliert«. Die Wahrheit ist aber: wenn wir uns kontinuierlich einer Sünde hingeben (auch wenn wir denken, dass wir sie im Griff haben), wird sie uns am Ende kontrollieren. Was ich anfangs noch kontrollierte, fing an mich zu kontrollieren und ich bekam das Gefühl, dass ich es jeden Tag brauchte.“

Als er dann mit der Leitung von New Spring ins Gespräch gekommen war, hatte man unterschiedliche Vorstellungen darüber, wie man mit diesem Problem umgehen sollte. Auch wenn er den Ausgang gerne anders gesehen hätte, musste die Leitung eine harte Entscheidung treffen. Darum geht es immer wieder in der Aufgabe der Leitung: man muss harte Entscheidungen treffen. Und der Grund, warum viele Leiter nicht weiter kommen ist, dass sie nicht in der Lage sind harte Entscheidungen zu treffen.

Und der Grund, warum viele Leiter nicht weiter kommen ist, dass sie nicht in der Lage sind harte Entscheidungen zu treffen. 

„Auch wenn du mit einer Entscheidung nicht übereinstimmst, solltest du weitergehen und dich nicht in der Ecke verkriechen.“ Es ist wichtig immer mit der Perspektive unterwegs zu sein. Denn egal wo man ist, man kann für Jesus überall ein Licht sein auch wenn man sich wünschte, man wäre nicht gerade auf dem Weg, auf dem man sich befindet. Während seiner Behandlung, so berichtet Perry Noble, konnte er eine Person zu Jesus führen und ist jetzt schon über 120 Tage clean.  

Während seiner Behandlung, so berichtet Perry Noble, konnte er eine Person zu Jesus führen und ist jetzt schon über 120 Tage clean.

bildschirmfoto-2017-01-11-um-15-53-04Frage: Bist du der Gemeinde gegenüber verbittert?

Perry antwortet mit einem Entschlossenen: Nein! Ich glaube, dass die Ortsgemeinde der größte Agent der Veränderung für die ganze Welt ist. Ich glaube, dass die lokale Kirche die größte Sache ist, der wir uns hingeben sollten. Ich bin nicht nur nicht bitter, sondern im Moment glaube ich an die Gemeinde mehr als je zuvor in meinem Leben.“ 

Auch der NewSpring Church gegenüber sei er nicht verbittert. „Die Leitung musste eine harte Entscheidung treffen. Aber diese Entscheidung hätten sie nicht treffen müssen, wenn ich mir nicht dauernd die Drinks eingeschenkt hätte. Sie haben nicht getrunken, ich habe getrunken. Es war mein Fehler. Ich bin nicht bitter, sondern ich bete immer noch für sie.“

Aber diese Entscheidung müssten hätten sie nicht treffen müssen, wenn ich mir nicht dauernd die Drinks eingeschenkt hätte.

Frage: Was ist die größte Lektion, die du aus dieser Situation gelernt hast? 

„Wir dürfen die Kraft von Gemeinschaft in unserem Leben nicht unterschätzen! Ich spreche über echte, transparente und authentische Gemeinschaft. Sie ist nicht einfach nur eine gute Idee! Sie ist notwendig, wenn wir als voll hingegebene Nachfolger Christi wachsen wollen.“

Er beschreibt im Podcast, dass während er mit seinem Alkoholproblem zu kämpfen hatte und der Alkohol immer mehr sein Leben beeinflusste, er jeden Tag seine Bibel gelesen, jeden Tag Tagebuch geschrieben und jeden Tag Anbetungslieder gesungen hat. „Das eine, das ich nicht hatte, war eine Gruppe von Menschen um mich, mit denen ich unglaublich ehrlich und verletzlich war und sie unglaublich ehrlich und verletzlich mit mir waren.“

Die Kraft von Gemeinschaft habe er dann während seiner Behandlung neu entdeckt. 30 Tage lang hat er mit seinen „Brüdern & Schwestern“ das Leben gestaltet. Zusammen gelacht, geweint, erzählt und gelebt. Im Moment befindet sich Perry auf dem Weg für sich selbst so eine Gruppe aufzubauen. Eine Gemeinschaft von der er wissen kann, dass sie ihm den Rücken stärken, die zusammenstehen werden, sich öffnen und verletzlich machen, während sie gemeinsam Jesus dienen.

Thomas Ruhl hat die Übersetzung der Auszüge besorgt.

Perry Noble auf dem Leiterblog:

Gemeinschaft:

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2 Antworten zu PERRY NOBLE: Weitere ungewöhnlich offene Einblicke!!!

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