HERZLICH WILLKOMMEN? SO GEHT’S!

lake-bled-1951706_1280Die Kirche, sagte Erzbischof William Temple, „ist die einzige Kooperative der Welt, die zum Wohl der Nichtmitglieder existiert.“ Das muss Auswirkungen haben. Das muss man spüren, wenn man eine Kirche betritt! Oder? Vielleicht so: Ich bin erwartet! Sie freuen sich über mein Kommen! Sie sind vorbereitet auf mich und meine Fragen! Ist das die Realität in DEINER KONKRETEN ORTSGEMEINDE? Wenn JA: Glückwunsch! Wenn NEIN: Das könnten die Leute in der Kirche vor Ort tun, um es zu ändern:

WILLKOMMEN ZUHAUSE?

Dieser Slogan ziert viele Leinwände in jungen und nicht mehr so jungen Kirchen dieser Tage. Hillsong Church hat den ursprünglichen Gedanken (Lukas 15) mit diesem Slogan wieder populär gemacht. Ein Dank an Hillsong! Die Gretchenfrage: Ist das wirklich so? Denkt das die Mehrheit der Kirchenmitglieder, die Sonntags (und auch in der Woche) sich treffen und »Besucher« antreffen? Überhaupt: Besucher – ist das der passende Begriff – die richtige Sicht, wenn man eigentlich Gäste erwartet, die wieder nach Hause finden sollen (Slogan der Kirche, in der Dave Ferguson einer der Pastoren ist: »FINDING YOUR WAY BACK TO GOD«)?

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Relevant oder geistlich tief?

Passen die Themen der Predigten? Sind die Verknüpfungen zum Leben erkennbar? Neulich hat ein Kollege auf Facebook beklagt, dass in den Predigten zu viel danach gefragt wird, ob sie relevant … seien. Früher hätte man nach geistlicher Tiefe geschaut. Vielleicht stimmt die Beobachtung. Aber: Ist das überhaupt ein Gegensatz? Hat Jesus nicht selbst super relevant (Acker, Bauer, Saatgut, Unkraut, Denare, Schafe, Hirten, König, Diener, Hochzeit …) für seine Zeit gepredigt und dabei eine unerreichte geistliche Tiefe gehabt? Auch ohne Vers-für-Vers Auslegunspredigt aus dem AT (die ich – nebenbei gesagt – gerne mag!).

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Markus Wenz: Herzlich willkommen! So geht’s!

Markus Wenz hat neulich auf seinem Blog 14 Tipps gepostet, wie sich neue Besucher in der Kirche wohlfühlen können. Nicht alle Tipps sind für jede Kirche im gleichen Maße geeignet. Aber sicher ist etliches für jede Situation dabei! Ich bringe jetzt mit freundlicher Erlaubnis (DANKE!) von Markus ein paar seiner Tipps. Der Rest ist dann mit dem Link am Ende auch noch zu lesen.

Begrüßen oder willkommen heißen?

Wenn wir davon sprechen, dass wir im Gottesdienst unsere Gäste begrüßen, klingt das formal und distanziert. Besser ist es, sie willkommen zu heißen. Das bedeutet, dass man sein Haus öffnet und den anderen gerne bei sich aufnimmt, sich gut um ihn kümmert und auf seine Bedürfnisse achtet. So könnte es also im Gottesdienstablauf den Programmpunkt geben: „Gäste willkommen heißen“, im Gegensatz zu dem etwas kühleren „Besucher begrüßen“.

Der erste Eindruck

Anmerkung LEITERBLOG: Diese Tipps sind in einer großen Kirche mit tausenden Besuchern sicher sehr wichtig. Aber in einer kleinen Kirche nicht unwichtig! Wie sieht eine entsprechend angepasste Umsetzung dazu aus?

Parkdienst

Vor dem Gottesdienst steht die Parkplatzsuche. Wenn man das Gelände nicht kennt, kann das sehr stressig sein, zumal die Zeit dann meistens drängt. Hier kann die Gemeinde helfen, indem sie Personen mit Warnwestern als Parkdienst einsetzt, die freundlich, gelassen und effektiv dafür sorgen, dass jedes Fahrzeug einen guten Parkplatz findet. Je größer die Gemeinde, desto besser müssen diese Mitarbeiter eingewiesen und angeleitet sein. Kein freier Platz soll leer bleiben und kein Autofahrer soll lange suchen müssen. Rangeleien um freie Plätze und Frust schon vor dem Betreten der Gemeinde sollen verhindert werden. Dazu können auch Funkgeräte nötig sein, mit denen die einzelnen Mitarbeiter, die an verschiedenen Stellen rund um das Gebäude platziert sind, miteinander kommunizieren können.

Eine fröhliche Atmosphäre schaffen

Mit Helium gefüllte Luftballons werden gerne benutzt, um die Aufmerksamkeit auf einen Verkaufsstand oder eine besondere Aktion zu richten. Ist unser Gottesdienst nicht auch ein fröhliches Ereignis, auf das man aufmerksam machen darf? Wären dazu bunte Ballons nicht perfekt geeignet? „Aber jetzt mussten wir doch feiern und uns freuen; denn dieser hier, dein Bruder, war tot, und nun lebt er wieder; er war verloren, und nun ist er wiedergefunden“ (Lukas 15,32). Mit dezenter aber ansprechender Musik kann man vor oder auch im Gebäude eine positive Atmosphere schaffen. Wenn die Musiker der Gemeinde eine eigene CD herausgebracht haben, ist das die ideale Musik. Doch auch sonst gibt es genügend fröhliche, zeitgemäße christliche Musik.

Sich zurechtfinden

Wegweiser

Man kann gar nicht genug Schilder auf dem Gelände der Gemeinde anbringen. Falls es mehrere Gebäude gibt, sollten deren Namen schon von Weitem gut erkennbar sein. An jeder wichtigen Abzweigung müssen Wegweiser stehen, im Inneren und vor dem Gebäude. Jede Tür im Haus soll ein Schild haben, auch Schränke und Lagerräume. An den Türen im Kinderbereich muss stehen, welche Altersgruppe sich in dem jeweiligen Raum trifft. An den Türen der Seminarräume für Erwachsene sollte stehen, welche Themen dort gelehrt werden. Auch bei Erwachsenen kann man die angesprochene Altersgruppe und die Anfangszeiten dazu schreiben. (Übrigens: Wenn einzelne Gruppen bestimmte Namen tragen, fühlen sich neue Leute nicht eingeladen, sich der Gruppe anzuschließen. Steht aber an der Tür, welches Thema hier unterrichtet wird, dann gesellen sich die Neuen eher dazu, so fern das Thema sie anspricht.)

Mitarbeiter im Willkommens-Bereich

Manche Gemeinden haben Mitarbeiter, die passiv hinter einem Infotisch stehen und darauf warten, dass die Gäste auf sie zukommen. Auf dem Tisch haben sie evangelistisches, informatives Material und kleine Geschenke für neue Leute ausgebreitet. Das ist natürlich grundsätzlich gut. Aber noch besser ist es, wenn diese Mitarbeiter vor ihrem Tisch oder sogar am Eingangsbereich der Gemeinde stehen, dort, wo die Menschen sind. Sie beantworten die Fragen der Gäste und holen andere Mitarbeiter zu Hilfe, wenn die Gäste zu bestimmten Räumen gebracht werden müssen (Wickelraum, Seminarraum, Gottesdienstsaal). Die Mitarbeiter können auch Kontakt herstellen zwischen Besuchern und passenden Gemeindemitgliedern, um über gemeinsame Themen ins Gespräch zu kommen. So werden die Gäste freundlich begrüßt, sie haben einen Gesprächspartner und werden an Personen vermitteln oder in Räume begleitet.

Kontakt halten

Wer zum ersten Mal in einer Gemeinde war und seine Adresse hinterlassen hat, wird in den folgenden Tagen einen Brief des Pastors erhalten. In Gemeinden, die nicht sehr schnell wachsen, schließen sich im Durchschnitt nur 9 Prozent der Erstbesucher langfristig der Gemeinde an. Doch von denen, die innerhalb von sechs Wochen ein zweites Mal auftauchen, schließen sich 17 Prozent an. Von denen, die dreimal kommen, bleiben 36 Prozent in der Gemeinde. Bei Gemeinden, die schnell wachsen, sind die Zahlen noch beeindruckender: 21 Prozent der Erstbesucher bleiben, 38 Prozent der Zweitbesucher und 57 Prozent derer, die ein drittes Mal kommen. Egal ob wir einer schnell oder langsam wachsenden Gemeinde angehören, die Zahlen sprechen für sich: Je öfters jemand eine Gemeinde besucht, desto wahrscheinlicher ist es, dass er sich der Gemeinde anschließen wird. Deshalb macht es Sinn, sich nicht nur um die Leute zu kümmern, die zum ersten Mal da sind, sondern auch die Zweit- und Drittbesucher im Blick zu behalten.

Der ganze Beitrag ist hier zu lesen.

Tipps auf dem LEITERBLOG zum Thema relevante Kirche, Gottesdienste … gibt es hier.

pastor_wenz-markus-550x413Markus Wenz ist Jugendpastor im GOSPEL FORUM und Europe Representative von Christian Vision. Sein Herz brennt für eine Transformation in dieser Generation durch die Liebe Gottes.

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Über lotharkrauss

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