DER LEITERKOMPASS | 1

Titel Authentisch leiten

Richtung ist wichtiger als Geschwindigkeit! Der Kompass ist für den Leiter das bessere Instrument als der Tacho. Obschon Geschwindigkeit (Tempo, Größe, Zahlen …) einen großen Reiz auf Leiter ausübt! Der Kompass ist trotzdem das bessere Hilfsmittel für Führungskräfte, die auf Dauer erfolgreich sein wollen! Welche Dimensionen muss ein Kompass dem Leiter zeigen können? Was steht für „Norden“? Was für „Süden“? Worauf muss ein Leiter achten? Überhaupt: was ist ein guter Leiter? Und wie wird man ein guter Leiter? Der LEITERKOMPASS gibt Orientierung. Hier der erste Teil: 

»DER LEITERKOMPASS« | Authentisch leiten mit Leidenschaft

Mit diesem Beitrag startet der LEITERBLOG eine neue Serie, in der wir diesen Fragen nachgehen. Auf welche Themen ist der Kompass nun ausgerichtet, dem die Führungskraft folgen muss? Bill George, Professor für Managementpraktik an der Harvard Business School, ist der Frage mit seinem Institut nachgegangen.

»Für einen Leiter ist ein Kompass besser geeignet als ein Tacho!«

Über 1000 internationale Studien hat sein Team gesichtet und ausgewertet. Studien, die sich mit Leitern, Leitung, Leitungsverhalten, Leitungstypen … beschäftigen. Ihre Einsicht: es ist kein klares Bild über das Thema aus der Schnittmenge der Studien zu erkennen! Anders gesagt: ganz unterschiedliche Führungskräfte können auf ganz unterschiedliche Art wirksam und gut leiten! Es gibt keinen idealen Leiter!

Einen gemeinsamen Nenner?

Gibt es vielleicht eine »Klammer«, die erfolgreiche Führungskräfte umgibt? Oder einen gemeinsamen »Nenner«, der diese sehr unterschiedlichen Führungskräfte doch verbindet? Das Institut ging der Frage in 125 qualitativen Interviews mit bekannten Führungskräften nach, die einen unterschiedlichen kulturellen, religiösen, sozioökonomischen, ethnischen … Hintergrund hatten. Aber alle über einen längeren Zeitraum erfolgreich führten. Sie meinen einen wichtigen Faktor ermittelt zu haben, der alle verbindet. Es könnte ein entscheidender Faktor sein!

Ein entscheidende Faktor?

Ihre Einsichten haben sie zu folgender These gebracht: Es kommt nicht so sehr auf den Führungsstil, die Art des Leiters, Methoden oder Techniken an, mit der geleitet wird. Auch wenn Fachbücher das immer wieder neu behaupten. Nicht dass das unwichtig wäre. Führung ist ein Handwerk, das zu erlernen ist, wie Prof. Malik aus St. Gallen zurecht betont. Dennoch: Man kann »alles richtig machen« und es doch nicht »richtig machen«! Warum ist das so?

Man kann »alles richtig machen« und es doch nicht »richtig machen«!

Die authentische Führungskraft
Weil Führung immer eine Reflexion von dem ist, wer ich als Person bin. Und zu dieser Einsicht kommt die Studie von Harvard. Die Person des Leiters ist wesentlich entscheidender, als das auf den ersten Blick scheint. Wenn sie stimmig ist, also authentisch Reden und Handeln synchronisiert, nimmt ihre Wirksamkeit als Führungskraft zu. Wenn das, was sie tut, zu dem passt, was sie im tiefsten Inneren ist  (denkt, fühlt, motiviert, bewegt …), hat das überzeugende Auswirkungen auf ihren Einfluss.

Das stimmige »Gesamtpaket«

Führung entspringt sozusagen einem stimmigen »Gesamtpaket«. Der Leiter ist bei sich angekommen. Er lebt nicht ein Kopie, versucht nicht eine andere Person zu sein. Im Gegenteil: er wird wird zur »besten Version« seiner Selbst, wie John Ortberg es sagen würde. Das schafft Glaubwürdigkeit. Und Glaubwürdigkeit erzeugt Vertrauen. Mitarbeiter vertrauen sich gerne diesen authentischen, stimmigen Führungspersonen an. Dabei sind diese Leiter Leute mit Ecken und Kanten. Sie beherrschen nicht alle »Führungstechniken« fehlerlos, »schießen regelmäßig Böcke«. Das ist aber nicht so tragisch, wie ein Perfektionist es befürchten würde. Das stimmige Gesamtpaket der Führungskraft findet die Unterstützung des Teams, weil es nicht für egoistische Zwecke »benutzt« wird, sondern sie gemeinsam auf ein Ziel unterwegs sind. Wer möchte nicht Teil eines solchen Teams sein. Aber es beginnt immer mit dem Leiter. »Speed of the leader – speed of the team!« (John Maxwell)

»Wer versucht eine andere Person zu kopieren, kann nicht authentisch sein!« Bill George

Der leidenschaftliche Leiter
Diese authentische Führungskraft ist ein leidenschaftlicher Leiter. Also eine echte Person, nicht perfekt aber mit »ganzem Herzen« bei der Sache! Sie lebt ihren Traum. Aus voller Überzeugung. Mit Hingabe. Echt. Das inspiriert! Solche Leute machen einen Unterschied!

Leiter, die einen Unterschied machen

In dynamischen Kirchen treffen wir auf solche Leiter. Auf allen Ebenen der Kirche. Aber auch in Unternehmen, Vereinen, Institutionen. Sie »brennen«, inspirieren, sind Vorbilder und werden zu »Langstreckenleitern«. Frauen und Männer die einen Unterschied machen, weil ihr Lebensthema, ihre Rolle, ihre Werkzeuge … konsequent zusammenzufließen. Ihnen wächst ein erstaunlicher Einfluss in ihrer Organisation zu. Natürlich haben sie auch Neider. Aber das ist ein anderes Thema 🙂

Welche Eigenschaften, Themen haben diese Leiter auf dem Weg zu einer stimmigen, authentischen Leiterperson mit Leidenschaft geklärt? Fortsetzung folgt 🙂

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