Interkulturelle Praxis: New Life Church Düsseldorf

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In unserer Reihe zur interkulturellen Führung stellen wir heute ein inspirierendes Beispiel aus der Praxis vor: Mehr Integration geht nicht: In der New Life Church in Düsseldorf treffen sich jedes Wochenende Menschen aus 41 Nationen, um gemeinsam Gott zu loben. Dabei sind in den vergangenen acht Jahren auch 700 ehemalige Muslime zum Glauben gekommen.

In diesen Wochen und Monaten wird in Westeuropa viel über Integration gesprochen, auch in den christlichen Gemeinden. Wie integriert man die vielen Flüchtlinge aber auch Ausländer, die schon lange in der Schweiz, Deutschland oder Österreich wohnen richtig? Wie schafft man es, dass sie von Gottes Liebe angesprochen werden, sich in einer Gemeinde wohl fühlen und dort einbringen?

Die New Life Church in Düsseldorf ist ein ausgesprochen gutes Beispiel für gut laufende Integration. Hier treffen sich an jedem Wochenende 800 Gemeindeglieder aus 41 Nationen in sechs Gottesdiensten – einer auf Spanisch (teilweise mit Übersetzung ins Italienische), auf Französisch, auf Farsi (Persisch), zwei auf Englisch und ein Jugendgottesdienst, bald soll auch Kurdisch-Sorani folgen. Alle Gottesdienste werden ausserdem ins Deutsche übersetzt.

Internationales Gebetshaus

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Pastor Richard Aidoo

Pastoren und Gründer dieser multikulturellen Vorzeigegemeinde sind Richard Aidoo aus Ghana und seine Frau Sigrid, die Deutsch-Chilenin ist. Bereits 1991 gründeten sie die New Life Church mit dem Ziel, dass sie zu einem internationalen Gebetshaus würde. Deshalb ist das Gebet in der Gemeinde auch zentral. Das Jahr 2007 begann die Gemeinde mit einem Gebetsmonat, aus dem eine regelmässige Gebetsversammlung entstand. «Ich bin erstaunt, was Gott in dieser Zeit getan hat», erklärte Pastor Aidoo ein Jahr nach Beginn der Gebetstreffen in einem Interview mit dem Magazin Charisma. «Ungewöhnliche Heilungen sind ganz nebenbei geschehen. Und wie Gott sich den Moslems offenbart…»

Auch die Initiative «Täglich fünf Minuten Gebet für Deutschland» wurde von Richard Aidoo gestartet. Hiermit möchte er gerade ausländische Christen motivieren, für Deutschland – sei es für die Politik, Arbeitskollegen oder Nachbarn – zu beten, jeden Tag fünf Minuten.

Eheberatung und Asylhilfe

Neben geistlichem Input bietet die «New Life Church» Ausländern auch ganz konkret Hilfe an, sei es in ihren Beziehungen durch Ehe- und Paarberatung sowie Ehevorbereitungsgespräche, oder aber in Beratungen rund um das Asylverfahren, Integration und allem, was mit ihrem Aufenthalt in Deutschland zu tun hat. Das Team besteht aus psychologischen Lebensberatern, Menschen mit Migrationshintergrund, Sprach- und Kulturmittlern, Seelsorgern sowie Dolmetschern.

Und der Erfolg der Gemeinde ist auch an den Tochtergemeinden zu sehen. Ausserhalb von Düsseldorf hat die New Life Church Ableger in Köln, Mönchengladbach, Neuss und Alsdorf.

700 Ex-Muslime zum Glauben gekommen

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New Life Church in Düsseldorf

Gerade Muslime werden von den Gottesdiensten angezogen, in denen auch oft Menschen geheilt werden. Jeden Sonntag kommen etwa zehn neue Muslime, die von Freunden eingeladen wurden, berichtete Richard Aidoo erst letztes Wochenende auf dem Kongress «Jesus Unites» in Giessen. Muslime und Atheisten könnten Christen werden, wenn sie die Liebe Gottes in ihrem Leben praktisch erfahren. In den vergangenen acht Jahren seien in seiner Gemeinde über 700 ehemalige Muslime Christen geworden, über 200 von ihnen arbeiteten inzwischen dort mit, so Aidoo.

Schnee schippen für Jesus

Der ghanaische Pastor gibt auch Tipps, wie Christen helfen können, Muslimen Gottes Liebe ganz praktisch weiterzugeben. Beispielsweise würde er im Winter schon um vier Uhr morgens vor den Haustüren der Nachbarn Schnee schippen. «Dabei mache ich kräftig Lärm, damit die Leute aufwachen und sehen, dass ich den Schnee wegräume», schmunzelte er. Dies hätte ihm schon viele Schokoladentafeln beschert, aber er nutze diese Gelegenheit auch immer, um mit den Nachbarn über Gott zu sprechen. Man könne auch im Herbst Laub für die Nachbarn harken oder sie fragen, ob sie etwas vom Supermarkt benötigen. Wichtig sei allein, sich bewusst zu machen: «Wir können die Welt durch die Liebe Jesu verändern!»

Quelle: livenet.ch (Wir bedanken uns für die freundliche Erlaubnis!)
Autorin: Rebekka Schmidt
Fotos: New Life Church Düsseldorf

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