Was Leiter in ihrer Entwicklung besonders hindert!

IMG_5437Wer Verantwortung übernimmt trifft auf Hindernisse, die überwunden werden müssen. Und überwunden werden können! Diese Hindernisse zu kennen und zu verstehen ist ein wichtiger Schritt dazu. Thomas Härry hat eine besondere Gabe solche Hindernisse zu entdecken und hilfreich für Führungskräfte zu reflektieren. So tut er es in seinem Buch „Von der Kunst, sich selbst zu führen“ und seit wenigen Tagen mit dem Nachfolgeband „Von der Kunst andere zu führen“. Härry fragt im neuen Buch: Was hindert eine Führungskraft besonders in ihrer Entwicklung? Hier seine profunde These:

Gehemmte Entwicklung
Thomas Härry: Ich kenne eine ganze Reihe begabter Leitungspersonen, bei denen äußerlich gesehen alles stimmt: Sie haben eine klare Vorstellung ihres Auftrags. Sie kennen ihre Gaben. Beide sind gut aufeinander abgestimmt. Sie verstehen sie als wichtige Lernfelder. Dennoch hemmt etwas ihre Entwicklung. Etwas, das sie verunsichert; das sie immer wieder daran zweifeln und fragen lässt, ob sie wirklich leiten sollten.

Eine Frage der Identität
Der Grund liegt nicht in einem unklaren Auftrag. Es fehlt auch nicht an den Gaben oder an der Lernbereitschaft. Der Grund liegt in ihnen selbst. Bei einigen sind es charakterliche Mängel, über die sie stolpern. Anderen fehlt es an persönlicher Integrität. Noch verbreiteter sind Schwierigkeiten, die mit einem verunsicherten Selbstbild und nicht geklärten Fragen der persönlichen Identität zu tun haben. Sie lassen sich schon von einzelnen kritischen Rückmeldungen verunsichern. Sie leiden an Perfektionismus. Sie misstrauen sich selbst und deshalb auch anderen. Sie fühlen sich oft und grundsätzlich infrage gestellt.

Das verunsicherte Selbstbild
Kaum etwas schwächt unser Leiten mehr als ein von Verunsicherung geprägtes Selbstbild. Es sind vielfach nicht unsere Aufgaben, die uns lähmen und an denen wir scheitern. Wir scheitern an uns selbst. Wer leiten will, muss deshalb nicht bloß Aufgabe und Gaben klären. Er ist nicht nur aufgefordert, alles zu lernen, was er über Leitung in Erfahrung bringen kann. Er ist genauso herausgefordert, sich den Hindernissen zu stellen, die in ihm selbst lauern und sein Leiten untergraben.*

*Auszug: Von der Kunst, andere zu führen, Witten 2015, Seite 47

haerry_thomas_01_150x150pxThomas Härry arbeitet als Fachdozent für Theologie, Gemeindearbeit und Leiterschaft am Theologisch-Diakonischen Seminar Aarau sowie als Autor und Geistlicher Begleiter von Führungskräften.


Härry, AndereVon der Kunst, andere zu führen ist aktuelle bei SCM R.Brockhaus erscheinen und für 17,95 € beim Verlag oder im Buchhandel verfügbar.


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