Kann ich Leiter? 11 Eigenschaften, die es braucht!

window-731282_1280Bin ich ein Leiter, eine Leiterin? Kann ich Führungsaufgaben übernehmen? Werde ich mich als Führungskraft wohl fühlen? Welche Eigenschaften sind nötig, um eine Leitungsrolle wirksam ausfüllen zu können, neben den fachlichen Voraussetzungen? Der Autor, Coach und und Berater Christian Mueller hat 11 Eigenschaften zusammengetragen, die jede Führungskraft haben sollte.  Welche Eigenschaften sind das?

Anwendungsbeispiele der Liste

Ich stelle sie hier kurz vor und gebe die Stichworte mit eigenen Anmerkungen wieder.

Die Punkte können im Coachinggespräch, im Austausch in der Leiterrunde oder in der Eigenreflexion hilfreich zum Einsatz kommen. Auch als Hilfe zur gegenseitigen Rückmeldung unter Leitern kann sie Anstoß für Entwicklung und Austausch sein.

Kritikfähigkeit

Eigentlich banal, aber doch nicht selbstverständlich. Kritik sollte dabei konstruktiv sein und sinnvolle Konsequenzen ermöglichen. Die fünf Schritte eines guten Kritikgespräches sind hier nachzulesen.

Selbstreflexion

Mueller meint, dass Kritikfähigkeit und Selbstreflexion Hand in Hand gehen sollten. Ein guter Punkt! Selbstreflexion quasi als ein proaktiver Ansatz der Führungskraft, um zu lernen und voranzukommen. Gute Zitate zur Selbstleitung von Gordon MacDonald finden sich hier. Ein sehr hilfreiches Buch zur Selbstreflexion hat Thomas Härry geschrieben. Hier ist es kurz vorgestellt.

Respekt

Führungskräfte sollten Respekt und Wertschätzung mitbringen und zeigen, schreibt der Coach. Der Balanceakt zwischen Wertschätzung und notwendiger Kritik könne schwierig sein. Im Kontext von Kirche wird die Kritik immer wieder hinter dem Rücken geübt und mit Wertschätzung gespart!

Entscheidungsfähigkeit

Entscheidungen vor sich her zu schieben oder einfach zu langsam zu entscheiden kann für alle im Team zu einer Strafe werden. Lieber eine unpopuläre Entscheidung treffen, als keine Entscheidung, meint der Coach. Rick Warren sagt seinen Mitarbeitern, dass sie einmal in der Woche einen „Freischuß“ haben. Fehler machen erlaubt, auch bei Entscheidungen! Überlegt Entscheidungen treffen, dabei zügig bleiben und zu den Konsequenzen stehen, das ist die Entscheidungsfähigkeit einer Führungskraft, die eine Organisation braucht.

Kommunikationsfähigkeit

Führen hat in diesen Tagen viel mit Kommunikation zu tun. Gott hat die Welt in Existenz gebracht durch sein Wort. Kommunikation steht im Herzen des Christentums!

„Rede mit mir …“ – wünscht sich so mancher Mitarbeiter von seinem Vorgesetzten. Welche Mitarbeiter brauchen welche Informationen, um sich voll und ganz hinter Prozesse und Projekte stellen zu können. Dafür ein Gespür zu haben ist eine wichtige Führungseigenschaft.

Loyalität

In alle Richtungen. 360° Loyalität. Für den Christen in Führungsrolle: Gegenüber Gott. Seinen Vorgesetzten. Seinen Mitarbeitenden. Seinen Kunden (Klienten, Anvertrauten …). Keine leichte Aufgabe meint der Autor, besonders wenn es zu Loyalitätskonflikten kommt.

Empathie

Sich in Menschen einfühlen können. Manche Leiter sprechen von „Menschenmaterial“. Trainer von „Spielermaterial“. Das löst in mir einen großen Widerwillen aus. Den Menschen und seine Kompetenz sehen, gehört für mich zusammen. Auch seine Herausforderungen und Lebenssituationen verstehen. Mich einfühlen und mitfühlen können. Eine wichtige Eigenschaft für Führungskräfte.

Lernbereitschaft

Nicht selten haben Mitarbeiter sehr gute Ideen, schreibt Mueller. Dafür offen sein und die Grundhaltung eines neugierig Lernenden auszubilden, ist eine sehr gute Eigenschaft des Leiters. Lebenslanges Lernen eine Kompetenz, die unverzichtbar ist. Lernende sind offen für Selbstreflexion und Kritik. „Kritik ist kostenlose Beratung!“ Hanspeter Nuesch

Intuition

Die Kombination aus Erfahrung, verfügbaren Informationen und Instinkten. Mehr als eine nüchterne Auswertung von Informationen. Mehr als ein spontanes Gefühl. Es ist das „Näschen“.

Ehrgeiz

Ehrgeiz. Nicht Skrupellosigkeit! Meint: Ziele konsequent verfolgen. Mit aller Kraft dabei sein. Aber alles in kollegialer Art und Weise. Andere sind auch wer. „Man muss nicht unbedingt das Licht des anderen ausblasen, um das eigene Licht leuchten zu lassen.“ sagte Phil Bosmans. Recht hat er!

Egoismus

Was? Passt das zur Führungskraft, die sich an Jesus orientiert? Der Autor Mueller meint damit etwas anderes, als der Begriff spontan vermittelt. Sich nicht von externer Kritik dauerhaft ausbremsen zu lassen, hat er im Sinn. Der eigenen Wahrnehmung, Intuition zu trauen, gerade wenn man alle weiteren Aspekte im Blick hält. Wertschätzend mit seinem Umfeld umgehen, emphatisch sein, Respekt leben, kritikfähig werden … Am Ende des Tages muss die Führungskraft immer wieder auch zu Entscheidugnen kommen, in denen sie sich durchsetzen muss.

Ron EdmondsonRon Edmundson stellt 10 Eigenschaften vor, die er bei Führungskräften sucht. Hier ist diese alternative Liste. 🙂

Christian Muellers Beitrag, der mich zu diesem Post inspiriert hat, erschien auf der Karrierebibel. Eine lohnende Seite. Viele weitere gute Beiträge sind von Mueller im Netz zu finden. Der ausführliche Artikel steht hier. Die Karrierebibel hat viele spannende Beiträge. Zum Beispiel diesen hier zu Frage des Narzissmus.

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