PRAXIS: Einen Veränderungsprozess gestalten | 4

Wandel - PraxisWERTE! Was ist für uns wertvoll? Was hat Wert für uns? Soll uns prägen, erlebbar sein und bei uns angetroffen werden? Darum ging es am vierten Abend. Uns war klar, dass jetzt „Utopia“ Einzug halten kann. Dass unsere Realität an unseren idealisierten Wünschen zerbrechen könnte. Gewünschte WERTE vs. gelebte WERTE. Und das Ergebnis hat uns schon ernüchtert. Aber wie immer: Fakten sind Freunde!

Die Methode

Werte Arbeitsgruppe

1. Runde
Wir hatten für die über 60 Teilnehmer des Abends eine Checkliste mit Begriffen vorbereitet, die auch durch eigene Begriffe noch ergänzt werden konnten. Die große Gruppe teilte sich dann in 12 kleine Gruppen auf. Jeder Teilnehmer hatte jetzt die Checkliste vor sich (hier kann sie geladen werden). Wie beim ESC (Eurovision Song Contest) konnte jeder Teilnehmer 10 – 1 Punkt vergeben und so die Begriffe zu seiner Hitliste ordnen. Im Anschluss wurden die Ergebnisse der kleinen Gruppe zu einem Gruppenergebnis zusammengeführt und die Top-Werte ermittelt. Da gab es dann einiges an Gespräch und Verhandlung, was so beabsichtigt war.

2. Runde
Jede kleine Gruppe wurde mit einer anderen kleinen Gruppe zusammengebracht (Gruppe 1 mit Gruppe 2 usw.). Nun führten die beiden Gruppen ihre Top-Werte zusammen. Jeder Teilnehmer hatte dazu ein Blankoblatt (hier zum Download bereit), in die er die Ergebnisse übertragen sollte. Dann standen 5 – 1 Punkte zur Verfügung, die er oder sie für die Werte zu vergeben hatte. Wieder kam damit ein verhandeltes und z.T. heiß diskutiertes Ergebnis heraus.

3. Runde
Erneut fanden sich Gruppen zur Verhandlung. Diesmal z.B. die neue Gruppe (aus Gruppe 1+2 gebildet) mit der Gruppe (die sich aus 3+4 gebildet hatte), um den gleichen Weg wie in der zweiten Runde zu gehen. Auch jetzt wurden Ergebnisse verhandelt und ermittelt.

Foto 12.02.15 22 02 23 (1) Foto 12.02.15 22 02 30
4. Runde

Endlich konnten die Ergebnisse an der Pinnwand durch die Gruppenleiter veröffentlicht werden. Begeisterung, Verwunderung und Enttäuschung machte sich breit. „Meine“ Werte hatten es nicht geschafft, sagte so mancher Teilnehmer. Andere waren hocherfreut, weil die persönlichen Schwerpunkte, Herzensanliegen, Berufungen durchgekommen waren … Die ganze Gruppe war jetzt gefordert: Alle bekamen 5 Klebepunkte, die sie nach Belieben hinter die Wertbegriffe kleben konnten um damit zu sagen, womit sie sich identifizieren. Man konnte 5 Punkte hinter einen Begriff kleben, aber auch alle weiteren Varianten für sich nutzen.

Unsere Ergebnisse – Werte

Ergebnisse Werte.001

Wie verhalten sich diese Werte zu unserem grundsätzlichen Auftrag „ERREICHEN | PRÄGEN | SENDEN“?

Wie zu der persönlichen Vision vieler Gemeindeleute, die sie in den „Bildern der Zukunft, die uns begeistern“ beschrieben haben?

 

Passen die Werte zur Vision?

Was waren noch einmal die Bilder der Zukunft? Hier die drei Hauptrichtungen:

  1. Gemeinde für andere sein
  2. Menschen fördern – Leben wecken
  3. Miteinander unterwegs sein

Grundsätzlich passen unsere Werte. Obwohl sie, bei genauer Betrachtung, viel mit uns selbst als Christen zu tun haben könnten, nach innen gerichtete Begriffe sein könnten. Und vermutlich sind sie es zu großen Teilen bei uns auch! Woher wir das nehmen? Aus dem Blick in unser Gemeindeleben:

Fakten sind Freunde!
Es kommen nicht viele Menschen zum Glauben. So viel Raum für neue Leute in unserem Alltag (persönlich u. gemeindlich) ist nicht. So intensiv laden wir Gäste nicht zu uns nach Hause ein. Einen Willkommenskreis haben wir nicht. Einen regelmäßigen Glaubensgrundkurs bieten wir nicht an. Aktionen, an denen Gäste einfach teilnehmen könnten, gibt es nicht oft. Kleingruppen, in die „niedrigschwellig“ eingeladen werden kann sind selten bei uns. Und überhaupt – wir haben nicht viele Kleingruppen. Die Liste könnte fortgesetzt werden … Und gleichzeitig stimmt: Einzelne aus der Gemeinde (er)leben es gleichzeitig ganz anders! Aber als ganze Gemeinde haben wir die Richtung noch nicht ganz eingeschlagen, die wir in unserer Vision anvisiert haben.

Doch das ist nicht das letzte Wort zur FCG 🙂 Aber es muss gesagt sein. Denn: »Die erste Verantwortung einer Führungskraft besteht darin, die Realität zu definieren. …« sagt Max DePree. Stimmt.

Wir haben eine gute Zukunft!
Alles das ist also nur eine Momentaufnahme. Wir sind dabei, mit Gottes Hilfe und unter der Leitung des Heiligen Geistes, den Kurs zu ändern. Gott hat Gutes mit uns im Sinn, viele Leute der Gemeinde haben die Segel gesetzt. Jetzt geben wir uns ein paar Jahre Zeit, um uns zu einer Gemeinde zu wandeln und die passenden Werte ergänzend zu den bestehenden Werten auszubilden. Denn wir sind uns einig: Wir wollen eine Gemeinde werden als FCG Gifhorn, die

  1. Eine Gemeinde für andere ist
  2. Menschen fördert – Leben weckt
  3. Und Miteinander unterwegs ist

Dazu werden Werte wie Offenheit, einladend sein, dynamisch, verständlich, hilfsbereit … wachsen. Wir freuen uns darauf! Weil: #weloveourchurch

Die Präsentation des Abends kann hier als PDF geladen werden.

Praxis Teil 1: Der biblische Auftrag
Praxis Teil 2: Die Geschichte der FCG und ihre DNA
Praxis Teil 3: Das Bild der Zukunft, das uns begeistert – die VISION
Grundsätzliche Überlegungen zu dem Veränderungsprozess der Gemeinde Teil 1
Grundsätzliche Überlegungen zu dem Veränderungsprozess der Gemeinde Teil 2
Grundsätzliche Überlegungen zu dem Veränderungsprozess der Gemeinde Teil 3

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3 Antworten zu PRAXIS: Einen Veränderungsprozess gestalten | 4

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