WERKZEUGKISTE für LEITER (11): Die Wertschätzung

Foto 08.02.15 20 45 24„Ned g’schempfd isch gnug g’lobd.“ („Nicht geschimpft ist genug gelobt.“) ist eine Auffassung zur Wertschätzung in Schwaben. „Baßd scho“ ist das größte Kompliment, zu dem ein Nürnberger oder ein Franke fähig ist, wenn er ein Urteil über ein Geschehen, eine Sache oder eine Person abgeben soll. „Hm“ ist dann wohl das ostfriesische Pendant. Wobei es da, je nach Intonation, noch Abstufungen der Bedeutung gibt, meint Arno Nuehm in seinem Facebook Kommentar zu diesem Post. „Nicht der Rede wert“ oder auch „Dafür nicht“ (Norddeutsch) reiht sich als eine Erwiderung auf ein Lob, einen Dank in diese Liste ein. Aber zurück zum Hauptthema: Obwohl jeder aus eigener Erfahrung weiß, wie gut eine aufrichtige Anerkennung tut, wie motivierend das echte Lob ist, klagen Mitarbeiter aus allen Stufen der Hierarchie darüber, dass Vorgesetzte, Leiter, Führungskräfte zu wenig loben. Wie aber kann man Anerkennung wirksam und angemessen als Wertschätzung einsetzen?

Überlegungen für ein „Anerkennungsgespräch“

  • Wertschätzende Anerkennung ist eine HALTUNG.
  • Seltene Anerkennung ist seltsam.
  • Anerkennung ist nicht delegierbar. 
  • Wertschätzung für die Person und die Arbeit des Mitarbeitenden kann nicht eingefordert werden.
  • Im Gegensatz zu Fehlern und Versäumnissen, kann eine gelungene Arbeit einfach so kommentarlos hingenommen werden (was oft geschieht).

Vier Gedanken zu einer wertschätzenden Rückmeldung

  1. Ich überlege (auch manchmal schriftlich, um konkreter zu werden!), wie mein Mitarbeiter/Mitarbeiterin tickt:
    1. Persönlichkeitstyp?
    2. „Liebessprache“ (Ewald Wandas hat 2001 die fünf Sprachen der Liebe auf die berufliche Kommunikation übertragen.)
  2. Konkrete Wertschätzung: Ich stelle einen klaren und konkreten Zusammenhang zwischen der Leistung des Mitarbeitenden und dem Ergebnis her.
  3. Ich wertschätze die detaillierten Fähigkeiten, die Haltung und das Engagement hinter der Leistung, die ja alleine nicht zu guten Ergebnissen führt.
  4. Ich danke (in der oben reflektierten Liebessprache „persönlichkeitsgerecht“) gerne und übe mich in der Einstellung, mich am Erfolg anderer aufrichtig zu freuen.

Wann hast DU als Führungskraft zuletzt darüber nachgedacht, wie wertschätzend DU in DEINEM Umfeld gegenüber DEINEN Mitarbeitern lebst?

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