ANGST: Die Plage der Führungskräfte?

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(Kerstin Hack): In Befragungen europäischer und amerikanischer Führungskräfte haben ganze 85 Prozent zugegeben, dass es Fragen oder Bedenken bei der Arbeit gab, die sie fürchteten anzusprechen. Aus Angst vor dem Konflikt, der dadurch provoziert würde, aus Angst in Streitigkeiten verwickelt zu werden, mit denen sie nicht umzugehen wussten, und wo sie das Gefühl hatten verlieren zu müssen.

Die Zahlen sind erschreckend.

Nein, ich meine nicht die Zahlen der Flüchtlinge, der Ermordungen, des Terrors. Ich meine die hohe Zahl der Verantwortlichen, die Angst haben, das was sie als richtig erkannt haben, umzusetzen. Es ist in der Regel nicht das Wissen um Zusammenhänge, das fehlt, sondern die Angst vor den Konsequenzen.

Wage es, nicht übereinzustimmen!

Dazu gibt es einen faszinierenden Ted-Talk mit dem Titel Dare to Disagree” // Wage es, nicht übereinzustimmen (Englisch, aber mit der Möglichkeit, deutsche Untertitel einblenden zu lassen). Hier beschreibt Margret Heffermann ein erschreckendes Szenario:

In Befragungen europäischer und amerikanischer Führungskräfte, haben ganze 85 Prozent zugegeben, dass es Fragen oder Bedenken bei der Arbeit gab, die sie fürchteten anzusprechen. Aus Angst vor dem Konflikt, der dadurch provoziert würde, aus Angst in Streitigkeiten verwickelt zu werden, mit denen sie nicht umzugehen wussten, und wo sie das Gefühl hatten verlieren zu müssen.

Mich hat das richtig erschreckt, weil ich dachte: Die Zahlen werden bei anderen Führungskräften nicht anders sein: Bei Politikern oder Leitern von Organisationen, Gemeinden usw. 85%, die Angst haben. Das ist erschreckend viel! Heffermann gibt einige Anregungen, wie man die Angst überwinden kann.

Ein anderes Denken?!

Wie also entwickeln wir die Fähigkeiten, die wir brauchen? Geschick und Praxis / Übung ist nötig. Wenn wir Konflikte nicht fürchten sollen, müssen wir sie als Denken ansehen, und dann müssen wir richtig gut darin werden. […] Wir müssen diese Fähigkeiten Kindern und Erwachsenen in jeder Phase ihrer Entwicklung vermitteln, wenn wir denkende Organisationen haben wollen und eine denkende Gesellschaft.

Soweit der Impuls von Kerstin Hack!, die dann in ihrem Blogbeitrag zur Unterstützung von politischen Verantwortlichen durch Christen weiterdenkt. Wertvolle Impulse, aber als LEITERBLOG „verlassen“ wir an dieser Stelle die „Unterhaltung“ mit Kerstin (Danke, dass wir Deinen Text übernehmen und verwenden durften 🙂 )

Wie die Angst überwinden?

Wie überwinden Christen, die an verantwortlichen Stellen in Kirche und Gesellschaft stehen, Angst? Feedback und Kommentare sind auf dem Blog (Kommentarfunktion und auf unserer Facebookseite willkommen!)

Foto: Lothar Krauss
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Über lotharkrauss

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Eine Antwort zu ANGST: Die Plage der Führungskräfte?

  1. Benjamin Bürger schreibt:

    Mir helfen Werte oder Bilder, besser mit Kritik umzugehen und keine oder weniger „Angst“ vor Konfrontation oder anderen Herausforderunge zu haben. Zum Beispiel:

    1. Löwenherz = Mutig und stark wie ein Löwe. Jesus ist der Löwe vom Stamm Juda und ein Löwe ist ein König, majestätisch, energiegeladen, kämpferisch, stark, verantwortungsvoll, mutig und selbstischermafühle ich mich ermutigt – durch Jesus kann ich diese Eigenschaften entwickeln.

    2. Elefantenhaut = Ein dickes Fell wie ein Elefant. Mit Kritik rechnen und nicht überrascht sein. Jesus ging es auch nicht besser (siehe Joh-Ev). Jesus hatte keine Angst vor Konfrontation und das versuche ich lernend und betent mir zu eigen zu machen.

    3. Pinguin-Einstellung: Lass die Leuten Reden – immerhin braucht jeder ein Hobby :-). Ich lasse mich nicht aus der Ruhe bringen und bewege mich keinen Millimeter: Das sagt auch der Pinguin zum Eisberg.

    Darüber hinaus ist für mich sehr hilfreich, seine Bestimmung genau zu kennen und konsequent zu verfolgen, nicht abbringen zu lassen und auch Konflikten nicht zu schauen. Sich mit den richtigen Leuten zu verbinden, unterwegs zu sein usw. – auch Kritik zu prüfen, zu bewerten, sich selbst und seine Motive zu prüfen.

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