Neue Leiter braucht das Land! Eine Kultur der Beziehung schaffen, die Leiter hervorbringt! Aber wie?

IMG_4845Wie wäre es wenn es eine Kultur in unserer Organisation gäbe, die auf der Grundlage guter Beziehungen strategisch und systematisch die nächste Generation von Führungskräften fördert? Viele Organisationen und Unternehmen beschäftigen sich mit diesem Gedanken. Er ist ein Schlüssel zur Zukunft. Wir haben nicht nur ein Fachkräftemangel, sondern auch einen Führungskräftemangel. Auch in der Kirche! Die „Kinder dieser Welt“ sind im Umgang dabei oft klüger wie die „Kinder des Lichts“. Zeit, mit Herz und Hirn etwas zu ändern.

Was ist zu tun?

Bewusstsein!

Solange uns der Mangel nicht bewusst ist sehen wir auch nicht die Notwendigkeit ihn abzustellen! Einrichtungen, die das verstehen, ermutigen ihre Führungskräfte Zeit und Geld in das Thema zu investieren. Menschen mit diesem Potential werden gesucht, gefördert und gefordert. 1/3 von ihrer Zeit sollen Verantwortliche in Nachwuchskräfte stecken, meinen manche Fachleute. Wer kann sich das leisten? Vielleicht ist die Frage auch anders zu stellen: „Wer kann sich das nicht leisten?“

Priorität

Manches ergibt sich einfach nicht aus Zufall, sondern muss überlegt und absichtsvoll angegangen werden. Neue Leiterinnen und Leiter zu finden gehört in diese Kategorie. Wenn sie gefunden und ausgebildet sind, machen sie „den Unterschied“. Aber es muss einfach ein Thema im Führungszirkel einer Organisation werden. Auch in unseren Kirchen und Gemeinden. Unsere Verantwortlichen sehen immer noch zu sehr ihre Rolle in der reinen Erledigung von (Führung)Aufgaben. Nachwuchs zu fördern ist noch nicht überall als Führungsaufgabe ersten Ranges verstanden worden. Das muss sich ändern. Solange das nicht geschieht, reden wir nur darüber!

Strategie

Wenn das Bewusstsein für das Thema erwacht und die Prioritäten dafür gesetzt werden, braucht es eine überlegte, geplante und geordnete Vorgehensweise: Eine Strategie. Die LEITERPIPELINE ist der Weg (Strategie) von EXPONENTIAL, mit dem neue Leitende konstant gefördert werden.

Es klingt super einfach. Typisch USA.

Stimmt. Deshalb klappt das bei uns auch nicht 1:1. Ausser wir haben ein „Biotop“ geschaffen, das vergleichbare Verhältnisse importiert hat. Gibt es tatsächlich in etlichen Gemeinden. Aber für den Rest von uns wird es nicht so einfach. Sollten wir deshalb hier aufstecken? Auf keinen Fall! Das Thema ist zu wichtig. Alternative? Aufreiben! 🙂 Ich finde, dass wir uns daran reiben sollten, unsere Hindernisse identifizieren und mit Leidenschaft nach Lösungen suchen, die die Hindernisse überwinden und uns zu einem Weg führen, den wir gehen können!

Unsere Kirchen, Gemeinden und Organisationen brauchen einfache und dauerhafte Wege, wie die nächste Generation in Leitung entwickelt wird. Lassen wir uns von John Wentz und der LEITERPIPELINE von EXPONENTIAL herausfordern eine PIPELINE zu finden, die in unserer Kultur fruchtbar wird.

Die Kommentarfunktion steht wie immer offen, hier oder auf Facebook.

Die Pipeline

John Wentz ist ist der Verantwortliche der Kleingruppenarbeit der 13 Campusse der Community Christian Church. Das ist die Gemeinde, in der Dave Ferguson der leitende Pastor ist und die mit ihrem Ansatz der Multiplikation mit dem Azubi-Modell viele Gemeinden der westlichen Welt inspiriert. John hat einen kurzen Beitrag über die LEITERPIPELINE verfasst, den wir hier wiedergeben:

So funktioniert die Pipeline:

  1. Du beginnst selbst mit der Ausbildung bei einem Leiter, der in dir das Potential zum leiten sieht und festgestellt hat.
  2. Du arbeitest mit ihm das Jüngerschaftsmodel durch, das grundlegend für den „Exponential-Ansatz“ ist. (Ich mache, du schaust zu, wir reden, ect.)
  3. Du bist freigesetzt etwas zu leiten und wirst dabei von der Person, die dich ausgebildet hat, gecoached.
  4. Du identifizierst einen Nachwuchsleiter und gehst mit ihm oder ihr das Jüngerschaftsmodell (Schritt 2) durch.
  5. Wenn du sie freigesetzt selbst zu leiten, beginnst du sie in der Leitungsaufgabe zu coachen. Das tust du mit mehreren Nachwuchsleitern.
  6. Wenn du etliche Nachwuchsleiter ausgebildet hast und sie den gleichen Prozess mit anderen beginnen, fängst du an alle Coachings zu beaufsichtigen.
  7. Während das so weitergeht konzentrierst du dich auf das Wachstum der „Früchte“ an den Bäumen anderer und bietest für einige wenige Coachings an, die dasselbe tun. Und das geht immer so weiter.

Wie die PIPELINE sich verstopft!

Dieses System ist solange großartig, solange jeder Leiter andere Leiter entdeckt, ausbildet und Leitung so multipliziert. Es ist aber nicht so großartig wenn Leiter aufhören auszubilden und zu coachen! Wenn sie sich stattdessen nur noch darauf konzentrieren, ihre eigenen Aufgaben zu erledigen. Wenn das passiert, dann führt das zu einer grundlegenden Verschiebung von einer Pipeline (andere entwickeln) zu einer Sprossenleiter. Bei einer Sprossenleiter schaut man sich nämlich vor allem selbst nach jemanden um, der einen eine Sprosse „nach oben“ befördern kann.

Eine Leiterkultur der „Beförderung“ zu schaffen bedeutet, dass es Menschen wichtiger finden auf der Karriereleiter nach oben zu klettern, anstatt andere zu fördern.

Wenn das passiert, bewegt sich eine Organisation weg von der Level 5 Leitung (nach Jim Collins) hin zu einer Ellenbogenmentalität. Leiter versuchen sich dann selbst zu beweisen, sich selbst zu präsentieren und nach ihrem Einfluss umzuschauen.

Eine Pipeline schafft dagegen eine Kultur, in der Menschen auf natürlichem Weg an Einfluss durch Beziehungen gewinnen und am Ende ein hohes Maß an Glaubwürdigkeit besitzen.

So frag dich einmal selbst, ob du ein System der Leiterentwicklung pflegst, das wie eine Pipeline funktioniert und Leiter auf natürliche Art und Weise fördert. Oder ob DU de facto eine „Sprossenleiterkultur“ lebst, die eben kaum andere entwickelt.

john wentz
John Wentz serves as Small Group Director at Community Christian Church in Chicago and serves as the Adult Ministry Champion for Community’s 13 campuses providing resources and coaching. Previously, John has served as a church planter planting churches in Illinois and Massachusetts, as well as a church based campus ministry with University Christian Church in Cincinnati, Ohio.  John has a bachelors degree in Evangelism/Church Planting and a Masters Degree from Lincoln Christian Seminary in Historical Theology/Church History. He is co-author of „The Coaching Guidebook“, and frequently shares practical training on leadership development, evangelism, and small groups. He enjoys coaching basketball, running, and improv comedy. John and his wife Shannon have three children (12,11, 8) and live in Chicago, Illinois.
Foto (c): Lothar Krauss | Unterstützung in der Übersetzung von John Wentz Teil: Manuel Briem.
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Über lotharkrauss

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