WERKZEUGKISTE für LEITER (8): „Schweizer Taschenmesser“

Messer

Es gibt eine Menge Tipps und Erfahrungswerte was man alles tun kann, um als Verantwortlicher produktiver zu werden. Aber was hilft besonders gut, worauf müsste man sich konzentrieren? Was könnten einige wenige Muster sein, die tatsächlich auch dauerhaft nutzen? Im Bild gesprochen: Welche Klingen und Werkzeuge sollten am „Schweizer Taschenmesser“ der Führungskraft zu finden sein?

Lebensmuster von Erfolgs-Menschen

In einer US-Studie, die der Fokus in einem Artikel hier vorgestellt hat, werden zwölf Verhaltensmuster vorgestellt, die „Erfolgs-Menschen“ haben. Ich greife mal ein paar Stichworte der Liste für die Werkzeugkiste auf, die ich auch aus meiner Erfahrung bestätigen kann. Und wie immer bei diesen Listen, Tipps, Aufzählungen: Sie bleiben nur Anregungen. Jeder Mensch ist doch etwas anders „gestrickt“. Die methodische Umsetzung der Anregungen hängt deshalb sehr von der Persönlichkeit der Führungskraft ab. Es gilt auch hier: Kapieren ist besser als kopieren 🙂

To-do-Liste schon am Abend vorher machen …

Die To-do-Liste ist seit vielen Jahren eine bewährte Arbeitshilfe für mich. Früher auf Papier im Zeitplanbuch, heute elektronisch mit der Software Things. Alle Aufgaben aufschreiben, nach Wichtigkeit sortieren und dann möglichst so auch abarbeiten. Wer am Vorabend die Liste klar hat, ist konzentrierter und vorbereiteter für den neuen Tag.

Also das bekannte Prinzip der Vorbereitung, wie es jeder Jungscharmitarbeiter kennt, jeder Hauskreisleiter und jeder Lobpreisleiter. Je klarer die Gedanken sind, was, wann, wer, wie, mit wem, warum, wo … macht und wie lange was gehen soll, je mehr Energie wird freigesetzt. Das gilt eben auch in der Selbstorganisation. To-do-Listen sind damit Instrumente der Selbstleitung. Und alle Planung, die schriftlich geschieht, ist konkreter.

Genug schlafen

Erfolgs-Menschen sollen laut der Studie mit ihrem Schlaf klar kommen. Wissen, wie viel für einen gut ist und auch wann. Ich bin ein Morgen-Mensch. Das bedeutet: Abends nicht zu spät ins Bett, meine Stunden Schlaf genießen und dann aufstehen, wenn der Wecker mich erinnert. Der „Schlummer-Knopf“ des Weckers soll laut der Studie ein Verhängnis sein. Er nimmt den Schwung in den Tag und erzeugt quasi Zeitdruck.

Morgen-Ritual

Der feste Start in den Tag sei wichtig. Vor Jahren habe ich ihn mir angewöhnt und er dient mir sehr. Nach der Morgentoilette gibt es einen Kaffee, Gebet, feste Bibellese und dann noch ein Kapitel in einem Buch. Frühstück … aber das ist wohl ein extra Punkt laut der Studie!

Pünktlich sein

Damit drücke ich Wertschätzung für meine Gesprächspartner und Kollegen aus. Ohne Zeitdruck zu arbeiten hat auch was. Wenn man sich selbst organisiert sollte man nur 60% der Arbeitszeit fest verplanen, meinen Organisationstheoretiker. Sicher hängt das konkret vom Job ab und hat auch was mit der Persönlichkeit zu tun. Pünktlichkeit ist aber ein super Grundstein: pünktlich die Treffen beginnen, Gottesdienste starten und Zusagen einhalten.

Schwierigste Themen zuerst

Die beste Zeit für die herausforderndsten Aufgaben. Das dringende in die Schranken weisen – auch die Vorlieben (Mails, Plausch, Infos aufnehmen …) – und mit der besten Kraft und Konzentration die mühsamsten Themen angehen. Das bringt gute Erfolge, Befriedigung und Dynamik für die anderen Aufgaben.

Keine Morgenkonferenzen!

Das läuft mir als Morgen-Mensch rein. Meine beste Energie nicht in Gesprächen oder Sitzungen verbringen, sofern sie nicht zentrale Aufgabe des Tages sind. Denn es sind bei mir die produktivsten Stunden …

2/3 Arbeiten

Als selbstständig arbeitender Pastor betrachte ich den Tag in drei Dritteln: VORMITTAGS / NACHMITTAGS / ABENDS. Ich versuche von meinen 6 Arbeitstagen an vier Arbeitstagen nur 2/3 beruflich aktiv zu sein. Also den Vormittag und Abend, oder Vormittag und Nachmittag, oder Nachmittag und Abend.

Weitere Werkzeuge aus der Kiste finden sich hier.

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Eine Antwort zu WERKZEUGKISTE für LEITER (8): „Schweizer Taschenmesser“

  1. Günter schreibt:

    Kapieren ist besser als kopieren.

    Ja! – dieses stimmt zwar, ist aber immer noch mit Fehlern behaftet. Es fehlt das dritte K. Dieses K kommt von konzipieren. Ein Erfolg eines anderen kopiert und kapiert, führt letztendlich nur zu einer kapierten Kopie. Deshalb musst du es für dich und seine Arbeit neu, konzipieren. So führen die drei K’s zu einen neuen selbständigen Erfolg zur Ehre Gottes.
    Also, KKK bearbeiten, und in der Kraft Jesu siegen.

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