Buchtipp: Hilfen, um eine auftragsorientierte, relevante Gemeinde zu formen!

Der Buchtipp am Freitag

Schaafe

Unser Land braucht große und kleine Gemeinden, die christuszentriert, relevant und dynamisch sind! Gemeinden, die ihre Milieus (oft nur ein bis zwei Milieus!) erreichen. Deshalb brauchen wir nebeneinander unterschiedliche Gemeinden, die nicht gegeneinander arbeiten. Die unsere Gesellschaft in ihrer Vielschichtigkeit der Milieus durchdringen und begreifen, weil es unterschiedliche Stile u. Formen für unterschiedliche Menschen braucht. Gott hat die Vielfalt geschenkt!

Wir haben nicht genug von solchen lebendigen Kirchen!!! Wir könnten noch mehr von ihnen in den Großstädten unseres Landes gebrauchen. Und in den ländlichen Regionen. Vielleicht als regionale Gemeinden im Multi-Site Stil? Wie auch immer, die Zeit ist reif, den nächsten Schritt zu gehen, oder? Das Feld ist weiß zur Ernte, sagt Jesus. (Johannes 4,35)

Wie kommen wir zu solchen Gemeinden?

Wie immer, beginnt auch in der Frage alles mit Gott! ER beruft Menschen, begabt sie und schenkt ihnen eine Vision dafür! Mit dieser Vision schauen sie sich in ihrem Umfeld um und begreifen, wo die Menschen stehen. Ergriffen von Jesus sehen sie die Möglichkeiten und ergreifen ihre Chance. Sie bilden Teams und wagen mutig neue Schritte. Dafür nutzen sie alle Ressourcen, die zur Verfügung stehen. Sie wollen eine auftragsorientierte Ortsgemeinde unter Anleitung des Heiligen Geistes bauen.

Der Nutzen einer auftragsorientierten Gemeinde

Wenn der Auftrag klar ist, schafft das Einheit. Es ermöglicht der Gemeinde Konzentration auf die Kernaufgaben, mindert die Frustration bei den haupt- u. ehrenamtlichen Mitarbeitern, zieht fähige Leute an, die mitwirken wollen und hilft bei der Auswertung. Das setzt Motivation frei. Man beginnt zu tun, was man soll. Das ist erfüllend! Und zutiefst biblisch! Christen sind auftragsorientierte Leute. Jesus hat für den Einzelnen und die Kirche Aufträge gegeben. Diese zu erfüllen, steht im Mittelpunkt der Berufung, die ein Christ lebt! Wie das geht das konkret?

BÜCHER, DIE ANREGUNGEN GEBEN

Ich stelle in dieser Serie drei Bücher vor, die Verantwortliche dabei unterstützen, eine Gemeinde auf diese Spur zu bringen. Beginnen wir mit dem Praxisbuch: „Die Welt verstehen“

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DIE WELT VERSTEHEN – Kontextanalyse als Sehhilfe für die Gemeinde

Der Praxisband der Reihe „Transformationsstudien“ ist im Francke Verlag erschienen. Tobias Faix und Johannes Reimer sind die Herausgeber der bisher sechs Bände. Die beiden Professoren und Praktiker (!) legen in ihrer Reihe eine theologisch reflektierte Einführung in den auftragsorientierten Gemeindebau vor. Dabei verengen sie nicht auf angesagte „Modelle“, sondern legen das Fundament einer relevanten Kirche in einer vielschichtigen Gesellschaft. Darauf können dann ganz unterschiedliche Erscheinungsformen von Gemeinde wachsen, entsprechend dem Umfeld, in dem die Gemeinde lebt.

Der erste Band fordert zur gründlichen theologischen Reflexion heraus. Ich habe ihn bereits auf dem Blog besprochen. Im zweiten Band bespricht eine Gruppe von Fachleuten die unterschiedlichen Aspekte dieses Ansatzes als Vertiefung des ersten Teils. Im dritten Band wird es nun so richtig konkret. Wie? 

SEHHILFEN für den Prozess

In diesem Band wollen die Autoren einen Denkprozess in Gang setzen und kein „Rezeptbuch“ vorlegen. Um der Berufung einer Gemeinde (Gruppe …) auf die Spur zu kommen, schlagen sie 6 „Sehhilfen“ vor, die dann im „Zyklus Gesellschaftsrelevanter Gemeindebau“ (ZGG) zur Hilfe werden.

Sehhilfen

Diese Sehhilfen helfen bei der Kontextanalyse und greifen …

  • „Gottes Anliegen“ (Sein Ruf, Seine Berufung, Seine Vision … für die Einzelnen und die Gemeinde), die
  • „Möglichkeiten der Gemeinde“ (Berufung, Gaben, Geistesgaben, Erfahrungen … der Menschen der Gemeinde | Leiter, Mitarbeiter, Gemeindeleute) und die
  • „Bedürfnisse und Träume der Betroffenen“ (Menschen mit denen wir Leben, Stadtteil, Beziehungsfelder usw.) auf.

Auch im dritten Band trifft man auf die grundlegenden Überlegungen und Überzeugungen der Theologie … – allerdings nicht so umfassend wie im Band 1 der Reihe! Faix und Reimer stellen praxiserprobte Werkzeuge für die Umsetzung vor und illustrieren mit Beispielen aus Gemeinden, was sie im Sinn haben, wenn sie von Gemeinden sprechen, die „sehen und verstehen“. Dass sie das in Beratungsprozessen mit Gemeinden schon durchgearbeitet haben, spürt man dem Band ab.

Wer also den AUFTRAG und die VISION für eine christuszentrierte, dynamische und relevante Ortsgemeinde mit dem Kern der Gemeinde finden möchte, die ein Original im Kontext ihrer Zielgruppe wird, findet mit „Die Welt verstehen“ das praktische, deutsche Grundlagenwerk! Es wird auf dem Weg eine gute Hilfe werden, das ich sehr empfehlen kann.

Da der Leser kein „Rezeptbuch“ im Band 3 vorfindet, muss er sich auf einen Zyklus einlassen, der sich in sieben Schritten gestaltet:

Der Zyklus

Quelle: Die Welt verstehen, S. 27

Quelle: Die Welt verstehen, S. 27

Dabei wird der „Lesearbeiter“ mit Tools, Tests, Schaubildern, Praxisbeispielen begleitet. Die engagierte Führungskraft kann eigenständig einen fruchtbaren Prozess gestalten. Jetzt kann es praktisch werden mit dem eigenen Weg. Das ist zwar anstrengender als „nur“ ein „Erfolgsmodell“  zu kopieren, aber sicher sinnvoll und richtig. Denn die Ortsgemeinde soll eine Kirche werden, die Menschen dort im Namen von Jesus begegnet, wo sie sind.

Tobias Faix (Hrsg.)Johannes Reimer (Hrsg.)

Die Welt verstehen

Kontextanalyse als Sehhilfe für die Gemeinde
Transformationsstudien
288 Seiten, farbig illustriert, Paperback,
Erschienen im Februar 2012
€ 24.95   sFr 36.90
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