2015: Burnout vorbeugen! Wie?

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Wie eine Seuche verbreitet sich der Burnout auch unter christlichen Führungskräften in Gemeinde, Wirtschaft und Gesellschaft. Was hilft dagegen?

Ajith Fernando, der Leiter von Jugend für Christus Sri Lanka, vertritt in seinem sehr lesenswerten Buch „Checkliste Glaube – Dienen wie Jesus“ die These, dass das GEBET eine wunderbare Vorbeugung gegen diese Suche ist. Warum?

1. Ungehetzte Zeiten mit Gott fördern den Stressabbau …

… meint Fernando in seinem Buch. Zweifellos sei das Gebet nicht das, was uns nach einem schweren Arbeitstag natürlicherweise einfalle, aber dennoch entfaltet Gebet diese Wirkung, wenn wir uns wirklich darauf einlassen. Jesus hat es so vorgelebt. Fernando nennt Jesus einen „kontemplativen Aktivisten“ der im Rhythmus „Rückzug – Arbeit“ sein Leben gestaltet. Wir finden bei Jesus quasi ein „Jahreszeitenmodell“ vor, ein Leben in einer Balance von Phasen, wie in der Natur.

2. Es entschleunigt unseren Alltag

Wenn wir Gebet in unseren Terminplan fest einbauen würden, wäre das eine gute Hilfe, um langsamer zu werden. Das ungesunde Gehetztsein und die Rastlosigkeit würden damit direkt konfrontiert werden, die oft eine wichtige Ursache für den Burnout wären. Man dürfe nicht schnell durch das Gebet hetzen, sondern solle einen Gang herunterschalten und von der „stressigen Hetze hin zum ruhigen Warten auf die Gegenwart Gottes“ kommen. Das entschleunigt!

 3. Die Gegenwart des souveränen Gottes macht uns sicher

Eine intensive, längere Zeit „in der Gegenwart des souveränen Herrn des Universums wirkt Wunder in Bezug auf unsere Sicherheit“ (Ps. 46,1-11), schreibt er. Wer dagegen alles selbst in der Hand halten muss, alles selbst kontrollieren, steuern, weiterbringen … will, ist auf dem besten Weg auszubrennen. Wenn wir also Gott in unserem Leben mit seinen grenzenlosen Ressourcen und seinen guten Absichten in unserem Leben und Leiten erkennen, mit ihm rechnen und uns auf ihn verlassen, dann erschließt sich uns eine gigantische Quelle der Kraft. Das macht uns sicher!!!

4. Sorgen loswerden

In Krisenzeiten, Zeiten großer Geschäftigkeit, Herausforderungen, Belastungen … ist es so wichtig, seine Last ablegen zu können. Christliche Leiter haben die geniale Zusage von Petrus vor Augen, dass sie alle Lasten u. Sorgen auf Gott werfen dürfen, weil er besorgt um sie ist (1. Petrus 5,7). Wir dürfen unsere Belastungen an Gott abgeben, weil er sich kümmert. Interessiert ist. Gerne hilft. Führt. Leitet. Ist das unsere Bild von Gott? Krisenzeiten stellen unser Gottesbild auf dem Prüfstand. Und auch unser Selbstbild. Wer seine Sorgen abgeben kann, ist weniger anfällig für einen Burnout. Der Beter sieht und ergreift: Gott ist da. Gott ist in Kontrolle. Gott ist für mich. Gott ist mit mir!

5. Heilung und Trost

Wer sich Gott im Gebet zumutet, mit allem was ihn beschäftigt, drückt und plagt, erfährt den heilenden Trost des Vaters. Wir sollten unser Herz vor ihm ausschütten und so zu diesem Trost durchbrechen, den Gott uns schenken will, meint der Leiter von Jugend für Christus. Dieser Trost würde es befähigen die Bitterkeit und Verletzungen, die uns Menschen im Leitungsdienst zufügten, zu überwinden. Ältere Leiter würden über die schwierigen Erfahrungen im Dienst für Gott häufiger in Depression geraten! In ihrem Alter würde ihnen nämlich die Kraft abhanden kommen, ihr Leid unter Kontrolle zu halten. Das Herz wurde so oft verwundet, aber der große emotionale Schmerz wurde nicht bearbeitet. Schließlich würden diese Wunden, Verletzungen u. Schmerzen sich durch Depressionen Gehör verschaffen. Gottes Heilung für unsere Wunden, bevor wir alt geworden seinen, wäre so wichtig. Man kann dem Autor hier nur zustimmen!

6. Werkzeuge der Liebe

Wenn wir im Gebet vor Gott stehen und in der Fürbitte uns anderen Menschen zuwenden, dann werden wir zu Werkzeugen der Liebe. Liebe fließt durch uns und die „unversiegbare Quelle der Liebe“ erfrischt uns selbst. Das Geheimnis der christlicher Leitung ist „Christus in uns“. Er soll durch uns aktiv sein, seine Kraft und Liebe durch uns fließen.

Als Christen glauben wir an die Gegenwart Gottes in unserem Leben. Ganz gleich in welcher Rolle wir leiten. Ob als Mutter, Abteilungsleiter, Lehrer, Ausbilder, Vorstandsmitglied, Geschäftsführer, Teamleiter, Pastor … Denn wir leben in Gottes Welt. Es gibt keinen Ort, keine Aufgabe, kein Thema … das Gott nicht erreichen kann. In dem ER nicht der Experte ist. Deshalb ist es klug und folgerichtig, mit Gott durch dieses Leben zu gehen. Mit Gott zu leben macht uns nicht „weltabgewandt“ sondern fähig für das Leben mit Perspektive im hier und jetzt.

Im Gebet mit Gott durch Jesus eng verbunden zu sein, ihn in alle zwischenmenschlichen, fachlichen und strategischen Herausforderungen einzubeziehen, ihn ins Zentrum zu stellen, ist beste christliche Leitung. Denn Gott ist auch der führender Experte in Sachen Burnout – sowohl was die Ursachen, betrifft, als die Therapiemöglichkeiten.

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